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Ethik-Studiengang trifft den Nerv der Zeit

Bundesweit einmaliger Masterstudiengang geht erfolgreich in vierte Runde

Das Thema Ethik spielt im beruflichen Leben eine wichtige Rolle. Das zeigen auch die Teilnehmerzahlen des bundesweit einmaligen weiterbildenden Masterstudiengangs „Angewandte Ethik“, den das Münsteraner Zentrum für Nonprofit-Management (npm) in Kooperation mit dem Philosophischen Seminar der Universität Münster bereits zum vierten Mal anbietet. Aktuell haben 25 Teilnehmer das zweijährige Studium begonnen, an dessen Ende der Titel „Master of Advanced Studies in Applied Ethics“ steht. Eine Entwicklung, mit der npm-Geschäftsführerin Ilona Agoston sichtlich zufrieden ist. „Immerhin finden die vier Semester berufsbegleitend statt. Die Teilnahme bedeutet für die Studierenden also eine Doppelbelastung.“

Der Weiterbildungsstudiengang startete erstmals im Jahr 2004 und wird in einem Turnus von zwei Jahren durchgeführt. Seit dem Start vor sechs Jahren können die Universität Münster und das Zentrum für Nonprofit-Management mehr als 50 Absolventen im Alter von 25 bis 70 Jahren verzeichnen. „Und die Zahlen wachsen weiter“, erklärt Ilona Agoston, die die positive Resonanz auf den Studiengang unter anderem auf die besondere Verzahnung zwischen Theorie und Praxis zurückführt. Diese ist durch die Dozenten gegeben, die sich nicht nur im Rahmen der akademischen Tätigkeit mit dem Thema befassen, sondern häufig auch in außeruniversitären Kommissionen und Gremien tätig sind, in denen Ethik ebenfalls eine tragende Rolle spielt. Darüber hinaus sind viele Studenten von der Möglichkeit begeistert, entsprechend der persönlichen Vorlieben oder des beruflichen Hintergrunds einen Studienschwerpunkt zu setzen. Dazu zählen die Bereiche Medizin- und Bioethik, Umwelt- oder Wirtschaftsethik, Wissenschafts- und Technikethik sowie politische Ethik.

„Das steigende Interesse belegt, dass wir mit unserem Angebot den Nerv der Zeit treffen“, so die npm-Geschäftsführerin. Außerdem stellt sie fest: „Ethische Fragen beschäftigen schon lange nicht mehr ausschließlich den Gesundheitsbereich.“ 80 Prozent der aktuell 25 Anwärter auf den Mastertitel seien zwar Ärzte, aber auch Sozialarbeiter, Pflegepädagogen, Mitarbeiter aus Wirtschaftsunternehmen und sogar ein Chemiker seien unter den Studierenden.

Mit dem Abschluss im September 2012 kennen die Teilnehmer die wichtigsten Konzepte und Theorien der angewandten Ethik, beherrschen die Grundlagen ethischen Denkens und sind in der Lage, fachliche Analysen ethischer Probleme durchzuführen. Das erworbene Wissen stellen sie am Ende des Studiums anhand ihrer Masterarbeit unter Beweis.

Interessierte Studienplatzanwärter müssen über die Hochschulreife sowie einen international anerkannten Hochschulabschluss verfügen. Außerdem sollten sie berufspraktische Erfahrungen von mindestens einem Jahr vorweisen. Weitere Informationen zum Studiengang finden Sie unter www.uni-munester.de/AngewandteEthik/