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Studie: Junge Menschen immer öfter in unsicheren Jobs

Frankfurt > Junge Menschen finden einer Studie der IG Metall zufolge auch nach Ende der Wirtschaftskrise immer häufiger nur schlecht bezahlte oder unsichere Jobs. Zeitlich befristete Arbeitsplätze, Stellen als Leiharbeiter oder einen Status als Praktikant hatten im September 54 Prozent der Männer und Frauen unter 25 Jahre, ergab die von der Gewerkschaft am Montag veröffentlichte repräsentative Befragung von TNS-Infratest. Dies seien neun Prozentpunkte mehr gewesen als im Krisenjahr 2009. Mehr als ein Viertel der unter 35-Jährigen gab demnach an, in der gesamten bisherigen Berufslaufbahn ausschließlich befristete Arbeitsverträge erhalten zu haben.

„Der Aufschwung geht an der jungen Generation vorbei“, erklärte IG-Metall-Vize Detlef Wetzel mit Blick auf die Studie. So seien bei den Erwerbstätigen unter 35 Jahren aktuell 30 Prozent befristet beschäftigt. 20 Prozent dieser Altersgruppe arbeiten demnach in Teilzeit, obwohl sie eigentlich eine Vollzeitstelle anstreben. Die Zufriedenheit mit dem Job hängt der Studie zufolge stark vom Schulabschluss ab. So gaben nur 47 Prozent der Hauptschulabgänger und damit sechs Prozent weniger als im Vorjahr an, mit der beruflichen Entwicklung zufrieden sein. Bei den Realschulabsolventen war dies dagegen eine Mehrheit von 74 Prozent, bei den Abiturienten sogar 82 Prozent.