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Handelsblatt: Nicht börsennotierte Firmen strichen weniger Jobs

Düsseldorf > Nicht börsennotierte Firmen haben in der Krise einem Zeitungsbericht zufolge weniger Jobs gestrichen als Aktiengesellschaften. Die 50 größten an der Börse gelisteten europäischen Konzerne bauten im vergangenen Jahr knapp drei Prozent ihres Personalbestands ab, wie das „Handelsblatt“ (Dienstagsausgabe) berichtete. Bei den 50 größten Unternehmen, die nicht als Aktiengesellschaften firmieren, sei die Zahl der Mitarbeiter dagegen um mehr als 25.000 Mitarbeiter gestiegen. Das war demnach ein Plus von 0,7 Prozent.

Wie die Zeitung weiter berichtet, wurde die Entwicklung im Einzelhandel besonders deutlich: Die drei großen deutschen Handelsketten Rewe, Edeka und die Lidl-Mutter Schwarz sowie die französische Auchan-Kette – allesamt nicht an der Börse notiert – stellten den Angaben zufolge 2009 knapp 100.000 Mitarbeiter ein. Im selben Zeitraum trennten sich der Metro-Konzern sowie die französischen Aktiengesellschaften Carrefour, Finatis und Rallye von 45.000 Beschäftigten.

Auch beim Umsatz schnitten demnach die familiär oder genossenschaftlich geführten Einzelhändler im Krisenjahr besser ab, berichtete die Zeitung. So mussten Metro, Carrefour, Finatis, Rallye und der britische Tesco-Konzern im vergangenen Jahr beim Umsatz Einbußen hinnehmen. Aldi, Edeka, Rewe und die Schwarz-Gruppe steigerten ihren Umsatz dagegen allesamt.