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Nachhaltigkeit in Beschaffung fest verankert – Problem: Sublieferanten

Frankfurt am Main > Wirtschaftliches Kalkül bildet das Hauptmotiv von Unternehmen, Nachhaltigkeitskriterien im Einkauf und im Supply Chain Management zu berücksichtigen. Weitere wichtige “Treiber” sind Kundenanforderungen und die eigene Unternehmensphilosophie. Das fanden der Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik und Roland Berger Strategy Consultants in einer gemeinsamen Befragung zum Thema “Nachhaltige Beschaffung – Next Level in Procurement Excellence” unter mehr als 250 Entscheidern weltweit heraus. Danach hat sich Nachhaltigkeit zu einem festen Bestandteil der Unternehmensstrategie entwickelt und Nachhaltigkeitsprinzipien werden von vielen Unternehmen in Einkauf und Supply Chain Management berücksichtigt. Wichtige Themenfelder sind dabei das Engagement gegen Korruption, kartellrechtswidrige Absprachen sowie Kinder- und Zwangsarbeit und die Verpflichtung zur Achtung der Menschenrechte, der Umwelt- und Gesundheitsschutz sowie faire Arbeitsbedingungen.

Die Befragung dokumentiert eine bekannte Schwachstelle im Supply Chain Management: Während 38% der an der Umfrage beteiligten Unternehmen ihre direkten Zulieferer in die Nachhaltigkeitsanstrengungen einbeziehen, haben nur 20% Kontakt mit Lieferanten aus der zweiten und weniger als 5% mit Lieferanten aus der dritten Ebene. Zudem geben 89% an, den Wertbeitrag von Nachhaltigkeit nicht zu messen oder nicht messen zu können.