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Große Medikamentenspende von GSK für Kinder in Afrika

München > GlaxoSmithKline wird der Weltgesundheitsorganisation WHO in den kommenden fünf Jahren das Medikament Albendazol kostenlos zur Verfügung stellen – Schulkinder in Afrika sollen da-mit vor Darmwürmern geschützt werden. Dies gab der CEO von GSK, Andrew Witty, anlässlich der Vorstellung des ersten WHO-Reports zu vernachlässigten tropischen Krankheiten bekannt.

Aus dem WHO-Report geht hervor: Soil-transmitted helminths (STH), also durch den Boden übertragene Wurminfektionen, verursachen bei Schulkindern mehr Krankheiten als jede andere Infektion. Die Darmwürmer verstärken die Folgen von Mangelernährung und erhöhen die Rate von Kindern, die unter Blutarmut leiden. Dadurch erschweren sie das Wachstum und die kogni-tive Entwicklung von Kindern – und sie tragen zu höheren Fehlzeiten in der Schule bei. Haupt-ursache für die Ausbreitung dieser Erkrankungen sind schlechte hygienische Verhältnisse und der fehlende Zugang zu sauberem Wasser.

Entwurmung für alle Kinder zwischen 1 und 15 Jahren

Als Teil des Vorsorgeprogramms empfiehlt die WHO, überall dort, wo diese Darmwürmer (STH) in verstärktem Maße auftreten, alle Kinder zwischen einem und fünfzehn Jahren einmal jährlich mit einer Dosis „Albendazol“ oder einem entsprechenden anderen Wirkstoff zu behandeln. Die-se „Entwurmung“ führt gewöhnlich schnell zu einem verbesserten Gesundheits- und Entwick-lungszustand der Kinder.

Um möglichst viele Kinder mit Albendazol versorgen zu können, wird GSK seine Produktionsan-lagen in Südafrika und Indien ausbauen. Diese Investitionen ermöglichen 400 Millionen zusätz-liche Behandlungen mit Albendazol pro Jahr. Die ersten Lieferungen mit der zusätzlichen Medi-kamenten-Spende erfolgen voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2011.

GSK-CEO Andrew Witty erklärte: „Wir brauchen einen ganzheitlichen Ansatz, um vernachlässigte tropische Krankheiten so verhüten und behandeln zu können, wie das dringend notwendig ist. Wir empfehlen der WHO, der Weltgemeinschaft vor Augen zu führen, dass es diese Krankheiten gibt und welche Auswirkungen sie haben. Wir brauchen gemeinsame Impulse von Industrie, Regierungen und anderen Partnern, um sowohl Medikamente als auch finanzielle Mittel bereit zu stellen. Wir sind auf diesem Gebiet sehr aktiv und erforschen Möglichkeiten zur Prävention und zur Behandlung. Das Albendazol-Programm zeigt einmal mehr, dass GSK sich für die Menschen in den ärmeren Ländern einsetzt – und ich hoffe, unsere Medikamentenspende wird dazu beitragen, das Leben in all diesen Ländern zu verbessern, die mit Wurmerkrankungen zu kämpfen haben.“

Insgesamt eine Milliarde Tabletten pro Jahr

Die Generaldirektorin der WHO, Margaret Chan, sagte: „Die Zusicherung von GSK ist ein neuer Schritt in der langfristigen Zusammenarbeit zwischen WHO und GSK, wenn es darum geht, Krankheiten zu bekämpfen, die Menschen in Armut halten, insbesondere in Afrika. Albendazol ist eine sichere, wirksame und einfache Behandlung für Kinder, die von Darmwürmern befallen sind. Die Spende von GSK bedeutet: Viele Millionen Menschen mehr profitieren von diesem Teil einer Strategie, die das Ziel hat, den Zyklus aus Armut, Krankheit, schlechter Schulbildung und mangelnder Produktivität zu durchbrechen.“

Die Vereinbarung, jährlich 400 Millionen Albendazol-Tabletten zur Bekämpfung von Darmwür-mern bereit zu stellen, ergänzt ein anderes Projekt, an dem GSK seit Jahren beteiligt ist – näm-lich das weltweite Programm zur Ausrottung der Lymphatischen Filariose, besser bekannt unter dem Namen „Elefantenkrankheit“. Hierfür spendet GSK 600 Millionen Albendazol-Tabletten pro Jahr. Insgesamt stellt GSK der WHO also ab 2011 jedes Jahr eine Milliarde dieser Tabletten kostenlos zur Verfügung.

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