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WHO über zunehmende Resistenz gegen Malaria-Medikamente besorgt

Genf > Die Weltgesundheitsorganisation hat sich besorgt über eine wachsende Resistenz gegen Malaria-Medikamente geäußert. Vor allem entlang der Grenze zwischen Thailand und Kambodscha, wo 2009 erste Resistenzen gegen den gebräuchlichsten Wirkstoff Artemisinin bestätigt wurden, scheine sich das Phänomen auszubreiten, warnte die WHO in einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht. Weitere Hinweise auf Resistenzen gebe es in Birma, China und Vietnam.

Ähnlich wie bei früheren Wirkstoffen könnte der Malaria-Erreger demnach bald auch außerhalb Asiens immun gegen Artemisinin werden, darunter vor allem in Afrika. Als Konsequenz rief die WHO alle Länder mit Malaria-Epidemien zur verschärften Überwachung von Medikamenten-Resistenzen auf. Bisher hielten sich nur etwa ein Drittel der betroffenen Länder an diese Empfehlung. Rund die Hälfte der Erdbevölkerung ist laut WHO der Tropenkrankheit ausgesetzt, jährlich sterben daran rund 860.000 Menschen.