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Verbraucherschützer fordern klare Regeln für regionale Lebensmittel

Hannover > Verbraucherschützer haben klarere Regeln für die Kennzeichnung regionaler Lebensmittel gefordert. Die regionale Herkunft der Produkte sei oft nicht sichergestellt, kritisierten die Verbraucherzentralen der Länder am Dienstag. „In Schleswig-Holstein und Thüringen etwa müssen verarbeitete Produkte nur zur Hälfte aus Zutaten regionaler Herkunft bestehen“, erklärte die Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Niedersachsen, Hedi Grunewald. „Wir brauchen eindeutige, am besten einheitliche Vorgaben für die Regionalkennzeichnung.“

Derzeit gibt es den Angaben zufolge 14 Landeskennzeichen in zehn Bundesländern. Diese würden oft auch als „Qualitätsprogramme“ bezeichnet, böten aber keine zusätzlichen Qualitäten, kritisierten die Verbraucherschützer. Kontrollen und Sanktionen seien zudem sehr unterschiedlich geregelt und würden „den Anforderungen einer unabhängigen Kontrolle häufig nicht gerecht“. Die Verbraucherzentralen forderten daher einheitliche Kriterien und einen gesetzlichen Rahmen zur Regionalkennzeichnung – wie er jetzt schon für Bioprodukte existiere.

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