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Bertelsmann Stiftung übergibt Service für Marktplatz-Methode an UPJ

Rund 120 Marktplätze in rund 60 Kommunen mit gut 6.000 erfolgreich durchgeführten „Guten Geschäften“ zwischen engagierten Unternehmen und gemeinnützigen Organisationen – das ist die beeindruckende Zwischenbilanz nach vier Jahren Anregung, Information und Unterstützung lokaler Initiativen durch die Marktplatz-Methode. Um die Unterstützungsleistungen für neue wie für bereits aktive Initiativen von Unternehmen, Gemeinnützigen und Verwaltungen zu verstetigen, hat die Bertelsmann Stiftung ihr Projekt „Gute Geschäfte“ ab Dezember 2010 an das gemeinnützige UPJ-Netzwerk übergeben.

„Neue Kooperationen zwischen engagierten Unternehmen und zivilgesellschaftlichen Organisationen sind essentiell für ein zukunftsfähiges Gemeinwesen“, so Dr. Gerd Placke, Projekt Manager der Bertelsmann Stiftung. Die Bertelsmann Stiftung hat die Marktplatz-Methode in Deutschland entwickelt, mit umfangreichen Maßnahmen für deren Verbreitung gesorgt und somit lokalen Initiativen ermöglicht, kommunale Plattformen für die praktische Vereinbarung von Unternehmensengagement aufzubauen und zu verstetigen.

Marktplätze für „Gute Geschäfte“ sind kurze, dynamische Veranstaltungen, bei denen einmal im Jahr neues Engagement von Unternehmen in gemeinnützigen Organisationen zur Verbesserung und Belebung des Gemeinwesens vereinbart werden. Angebot und Nachfrage kommen wie auf einem Markt zusammen, zwischen 40 und 160 neue, konkrete Kooperationsprojekte werden je nach Größe der Kommune ausgehandelt.

Oberste Regel: Es darf über alles gesprochen werden – nur nicht über Geld! Vielmehr engagieren sich große wie mittelständische Unternehmen aller Branchen mit Zeit und den helfenden Händen ihrer Belegschaft, mit ihrem Know-how, pro bono-Leistungen oder sie verhelfen den Gemeinnützigen zu nützlichen neuen Kontakten. So können sie sich dort für ein besseres Gemeinwesen einsetzen, wo es ihnen nötig und möglich erscheint. Aber auch die Vereine, Projekte, sozialen Initiativen und Einrichtungen können Unternehmen etwas bieten: Spezielles Fachwissen, Gelegenheiten für die Teamentwicklung, Reputation, ein gutes Gefühl – und nicht zuletzt: die gezielte Beteiligung an der Lösung konkreter Probleme am Standort.

„So einleuchtend und sinnvoll solche Guten Geschäfte sind, die Fähigkeit zur Kooperation müssen alle Beteiligten erst noch erlernen,“ so Placke. „Deshalb geben wir unseren bewährten Service in die erfahrenen Hände von UPJ – ein Netzwerk, das schon seit Jahren in diesem Feld aktiv ist und vielfältige Kompetenzen aufgebaut hat.“

„Die Guten Geschäfte sind eine erfolgreiche Methode, um neue Verbindungen zwischen Wirtschaft und Zivilgesellschaft herzustellen und in die Breite zu tragen,“ erklärt Dr. Reinhard Lang, Geschäftsführer von UPJ. „Das passt zu unserem Angebot an engagierte Unternehmen, aber auch an Länder und Kommunen, die ein Interesse an der Entwicklung von Engagement und Eigeninitiative haben, weil sie dies mittlerweile als Standortfaktor erkannt haben.“

Seit dem 1. Dezember unterstützt UPJ mit der Servicestelle „Gute Geschäfte“ bundesweit alle Kommunen, gemeinnützigen Organisationen und Unternehmen, die einen Marktplatz in ihrer Stadt durchführen wollen –  mit Informationen, Qualifizierung, Beratung und mit einer Toolbox, die alle erforderlichen Materialien und Checklisten verfügbar macht, die sich bereits in der Praxis vieler Marktplätze bewährt haben. Begleitet und unterstützt wird die Servicestelle „Gute Geschäfte“ von einem Beirat bestehend aus der Bertelsmann Stiftung und den Unternehmen KPMG und RWE, die sich auch schon bisher aktiv an der Entwicklung und Verbreitung der Marktplatz-Methode beteiligt haben.

Weitere Informationen im Internet unter www.gute-geschaefte.org

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