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Nur jeder Siebte ist zufrieden mit seiner Arbeit

Berlin > Nur jeder siebte Arbeitnehmer in Deutschland ist zufrieden mit seinem Job. Gerade einmal 15 Prozent der Beschäftigten sehen die eigene Tätigkeit als “gute Arbeit”, wie der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) am Dienstag in Berlin unter Berufung auf seinen jährlichen “Index Gute Arbeit” mitteilte. 52 Prozent der Arbeitnehmer bezeichneten ihren Job als mittelmäßig, ein Drittel bewerte die eigene Beschäftigung demnach sogar als schlechte Arbeit. Kritikpunkte sind vor allem unzureichendes Einkommen, berufliche Unsicherheit, mangelnde Betriebskultur oder schlechter Führungsstil.

Die Zufriedenheit der Arbeitnehmer in Deutschland mit ihren Arbeitsplätzen blieb der Studie zufolge im Vergleich zu 2009 damit nahezu unverändert. Für die repräsentative Untersuchung befragte der DGB rund 4150 Arbeitnehmer.

Laut Studie ist unter den Erwerbstätigen keine andere Gruppe so unzufrieden mit dem Job wie die sogenannten prekär Beschäftigten. Über die Hälfte (51 Prozent) dieser Erwerbstätigen mit Vollzeitjob, maximal 2000 Euro Gehalt brutto im Monat aus einem befristeten Arbeitsverhältnis oder Leiharbeit empfindet die eigene Tätigkeit als “schlechte Arbeit”, wie der DGB mitteilte. Nur acht Prozent der prekär Beschäftigten sind demnach der Ansicht, bei ihrem Job handle es sich um gute Arbeit. 41 Prozent bewerten ihre Tätigkeit den Angaben zufolge als mittelmäßig.

Bei den Beschäftigten hingegen, die nicht unter solchen Bedingungen arbeiten müssen, sähen nur ein knappes Drittel (31 Prozent) ihre Tätigkeit als schlechte Arbeit, teilte der DGB mit. Für 16 Prozent hingegen ist ihr Job demnach sogar ein gutes Arbeitsverhältnis.