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UN-Experte kritisiert Umgang mit Lebensmittelaktivisten in China

Peking > Der UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Ernährung, Olivier De Schutter, hat sich besorgt über die Lage von Aktivisten für Nahrungsmittelsicherheit in China geäußert. Zum Abschluss eines neuntägigen Chinabesuchs sagte er am Donnerstag, er habe den Fall von Zhao Lianhai angesprochen, der sich für die Opfer von verseuchtem Milchpulver eingesetzt hatte und im November wegen Störung der öffentlichen Ordnung zu zweieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden war. Schutter kritisierte, dass mit der Drangsalierung von Lebensmittelaktivisten eine „abschreckende Wirkung“ auf mögliche Nachahmer ausgeübt werden solle.

Das Recht auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit, wie es Zhao ausgeübt habe, sei der „Schlüssel zum Schutz sozialer und wirtschaftlicher Rechte wie das auf Ernährung“, fügte Schutter hinzu. Zhaos Kind war eines von rund 300.000 Kindern und Babys, die 2008 durch mit Melamin verseuchtes Milchpulver erkrankt waren. Mindestens sechs Kinder starben an der Chemikalie, die dem Milchpulver beigemischt worden war, um einen höheren Proteingehalt vorzutäuschen. Zhao war im Dezember 2009 verhaftet worden, nachdem er sich mit anderen Opferangehörigen für Entschädigungszahlungen eingesetzt hatte.

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