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US-Kommission für unabhängiges Überwachungsgremium für Ölbohrungen

Washington > Die Untersuchungskommission zur Ölkatastrophe im Golf von Mexiko hat in ihrem Abschlussbericht die Schaffung eines unabhängigen Gremiums zur Überwachung der Sicherheitsbestimmungen bei Ölbohrungen vor der Küste empfohlen. Um eine Katastrophe wie die Explosion der BP-Bohrinsel „Deepwater Horizon“ am 20. April vergangenen Jahres zu vermeiden, sei es außerdem ratsam, die Strafen bei Regelverstößen anzuheben, erklärte die vom Weißen Haus eingesetzte Kommission am Dienstag in Washington.

Die Ölkatastrophe im vergangenen Jahr „erfordert nichts weniger als eine komplette Überarbeitung der Praktiken der Erdölindustrie und der Beaufsichtigung durch die Regierung“, heißt es in dem mehr als 300 Seiten langen Bericht der Untersuchungskommission. Am Donnerstag waren bereits Auszüge aus dem Bericht der sieben Fachleute veröffentlicht worden.

Demnach war die Explosion von „Deepwater Horizon“ „das Ergebnis verschiedener individueller Fehltritte und Versehen durch BP“ und seiner Partnerunternehmen Halliburton und Transocean. Die Behörden seien wiederum aufgrund mangelnder Durchsetzungskraft sowie wegen des Fehlens der nötigen Mittel und der technischen Expertise nicht in der Lage gewesen, die Katastrophe zu verhindern.

Nach der Explosion der Bohrinsel vor der Südküste der USA konnte das Leck am Bohrloch in der Tiefe des Ozeans erst drei Monate später geschlossen werden. In dem Zeitraum strömten gut fünf Millionen Barrel Öl in den Golf von Mexiko. Die US-Regierung hat BP auf Schadenersatz in Milliardenhöhe verklagt.