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Hauptsache billig – Ist Lohndumping in Deutschland der Normalfall?

Ausgerechnet die Diakonie, der Wohlfahrtsverband der evangelischen Kirche, mit rund 435.000 Festangestellten einer der größten deutschen Arbeitgeber: Zwischen 35.000 und 75.000 Arbeitnehmer haben die angeschlossenen Einrichtungen in externe GmbHs und Leiharbeitsfirmen ausgelagert, um ihnen billigere Löhne zahlen zu können, berichtet das Magazin stern. „Die Diakonie drückt die Löhne Zehntausender Beschäftigter – Lohndumping von bisher unbekanntem Ausmaß“, ist in dem Beitrag vom 13. Januar zu lesen. Betroffene Geschäftsführer begründeten ihr Handeln mit dem außergewöhnlichen Preisdruck. Dieses Argument könnte auch für Discounter gelten:

Bei der Drogeriekette Schlecker etwa, die vor einem Jahr Hunderte Filialen geschlossen und stattdessen Leiharbeitnehmerinnen in neuen Filialen zu deutlich schlechteren Bedingungen beschäftigt haben soll. Lohndumping findet sich aber auch an den ersten Adressen im Staat. Im Dezember stand der Deutsche Bundestag in der Kritik: Sicherheitskräfte sollen dort weniger verdient haben, als sie zum Leben brauchen. Nur einen Monat zuvor machten die Ministerien Schlagzeilen: Neun von 14 Bundesministerien beschäftigten unbezahlte Praktikanten, hieß es.

  • Ist Lohndumping in Deutschland normal?
  • Oder sind bestimmte Branchen und Tätigkeiten besonders gefährdet?
  • Sollen wir die Löhne dem freien Spiel von Angebot und Nachfrage überlassen?
  • Oder muss ein Vollzeitbeschäftigter in unserem Land so viel verdienen, dass er sich und seine Familie damit ernähren kann?
  • Und wie viel ist das dann?

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