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Sollen deutsche Pharmazeuten Hinrichtungen in den USA verhindern?

Den US-amerikanischen Vollstreckern der Todesstrafe geht das Gift für ihre Hinrichtungen aus. Deutsche Pharmazeuten sollen es nicht liefern, fordern der Bundesgesundheitsminister, die Ärzteschaft und die Kirche. Sie wollen es auch nicht tun, berichtet CSR NEWS heute.

Aber: Keiner weiß genau, was im Handelskreislauf mit dem Wirkstoff Thiopental geschieht.

Die mit großer öffentlicher Anteilnahme geführte Diskussion wirft Fragen auf:

  • Welche Verantwortung tragen Hersteller für den Missbrauch oder einen anderen als den geplanten Gebrauch ihrer Produkte?
  • Warum kann der Bundesgesetzgeber keine gesetzlichen Regeln für eine offensichtlich mit großem öffentlichen Interesse begleitete Exportproblematik schaffen?
  • Wenn wir‘s nicht tun, welcher Staat liefert das Thiopental denn dann?
  • In Deutschland werden technische Hilfsmittel produziert, die dem Töten von Menschen dienen. Sonst stände es schlecht um Polizei und Bundeswehr. Reichen die gesetzlichen Bestimmungen, um diese Produkte vor dem Export in sogenannte „Schurkenstaaten“ zu schützen? Vielleicht werden ja in China Menschen mit deutschen Gewehrkugeln hingerichtet?
  • Und zuletzt: Liefern wir den US-Amerikanern möglicherweise auch Technik für den Einsatz in Drohnen, die deutsche Staatsbürger in Pakistan töten? Falls ja: Wäre das ethisch verwerflich?

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