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Taiwan sanktioniert Hightech-Unternehmen für Überstunden

Taipeh > Die Behörden in Taiwan haben neun führende Hightech-Unternehmen wegen Verstößen gegen die maximal erlaubte Arbeitszeit sanktioniert. Die Firmen, erklärte die Arbeitsbehörde der Hauptstadt Taipeh am Donnerstag. Die Strafen beliefen sich demnach auf bis zu 60.000 Taiwan-Dollar (gut 1.500 Euro). Die Behörde wollte die Firmen nicht namentlich nennen.

Ein Unternehmenssprecher von Siemens China bestätigte gegenüber CSR NEWS, dass Siemens Taiwan von dem Vorfall betroffen war. Es habe sich um einen Mitarbeiter gehandelt, der die erlaubte Arbeitszeit von zwölf Stunden um eine Stunde überschritten habe. Aus diesem Anlass sei in dem betroffenen Unternehmensbereich unter Verweis auf die geltenden Richtlinien darauf hingewiesen worden, dass Siemens Überschreitungen der gesetzlichen Arbeitszeit nicht dulde. Für Siemens sind weltweit rund 405.000 Mitarbeiter tätig, davon etwa 550 in Taiwan. Arbeitssicherheit und Gesundheitsmanagement der Regionalgesellschaft Taiwan sind durch Regional Inspection Office of Council of Labor Affairs, Execution Yuan, zertifiziert.

Die Arbeitsbehörden hatten im vergangenen Jahr die Bedingungen der Beschäftigten bei 30 Unternehmen untersucht. Zuvor war ein junger Ingenieur offenbar an Überarbeitung gestorben, als er sich durch den Papierwust auf seinem Schreibtisch kämpfte. Nach Angaben seiner Familie hatte er in den sechs Monaten vor seinem Tod täglich 19 Stunden gearbeitet.