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Asien drohen laut Studie wegen Klimawandel enorme Flüchtlingswellen

Singapur > Angesichts des fortschreitenden Klimawandels muss Asien sich den Empfehlungen eines Berichts zufolge auf enorme Flüchtlingswellen einstellen. „Es ist klar, dass Asien und der Pazifik unter den von den Auswirkungen des Klimawandels am schwersten betroffenen Regionen sein werden“, heißt es in dem Entwurf eines Berichts der Asiatischen Entwicklungsbank (ADB), der der Nachrichtenagentur AFP am Wochenende vorlag. Die Region sei „besonders anfällig wegen ihrer starken Exposition für das Umweltrisiko und ihrer hohen Bevölkerungsdichte“. Die Erderwärmung und ihre Folgen könnten daher in den kommenden Jahrzehnten „Bevölkerungsverschiebungen von bisher ungekanntem Ausmaß“ haben.

Der Berichtsentwurf fordert die asiatischen Regierungen daher auf, Vorkehrungen für die zu erwartenden Flüchtlingsströme innerhalb des Kontinents zu treffen. Dies sei ungeachtet der internationalen Bemühungen um eine Eindämmung des Klimawandels notwendig, heißt es in dem Papier, dessen endgültige Fassung in den kommenden Wochen vorgestellt werden soll. „Die Regierungen sind nicht vorbereitet und deshalb macht die ADB diese Studie“, sagte der Leiter der in der philippinischen Hauptstadt Manila ansässigen Asiatischen Entwicklungsbank, Bart Edes, der AFP. Bislang gebe es „keinerlei Mechanismen der internationalen Zusammenarbeit, um die durch den Klimawandel verursachten Wanderungsbewegungen zu bewältigen“.

Nach Angaben des Zentrums zur Erforschung von Epidemien und Katastrophen (CRED) lebten vergangenes Jahr 89 Prozent der 207 Millionen Menschen, die unter Naturkatastrophen zu leiden hatten, in Asien. In China richteten Überschwemmungen und Erdrutsche 2010 demnach einen Sachschaden von 18 Milliarden Dollar (13,25 Milliarden Euro) an, die Sachschäden bei der Flutkatastrophe in Pakistan beliefen sich laut CRED auf 9,5 Milliarden Dollar.