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Cebit: Rolle der Technologie bei gesellschaftlichem Wandel

Hannover > Moderne Technologien sind nach Ansicht von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) „Schrittmacher eines gesellschaftlichen Wandels geworden“. Dies habe der Umschwung in vielen Staaten der arabischen Welt gezeigt, sagte Merkel zur Eröffnung der IT-Messe Cebit am Montagabend in Hannover. Leitthema der Cebit ist dieses Jahr das sogenannte Cloud Computing, dem viele Menschen einer Umfrage zufolge noch skeptisch gegenüber stehen. Hierzu wird auch das Thema „Verantwortung“ diskutiert, gesellschaftliche Unternehmensverantwortung im weiteren Sinne spielt auf dieser Cebit höchstens eine untergeordnete Rolle.

Der derzeitige Wandel in der arabischen Welt sei „getrieben auch durch die Möglichkeiten der Informations- und Kommunikationstechnologie“, sagte Merkel. „Technischer Fortschritt und gesellschaftlicher Fortschritt gehen Hand in Hand.“ Dies mache es auch möglich, „Globalisierung ganz anders zu erleben“.

Cloud Computing werde nun „wohl eine weitere große Revolution“ in der Technologie sein, sagte Merkel. Diese Technik beschreibt Anwendungen und Dienste, die nicht mehr auf den einzelnen Computern installiert sind. Stattdessen werden sie in große Rechenzentren ausgelagert und von dort per Internet auf die Computer geholt. Fraglich ist insbesondere, welche Datenschutz-Standards bei derlei Diensten angewandt werden sollen. Merkel betonte in Hannover, es seien „international vernünftige und abgestimmte Regeln“ für die Technologie notwendig.

Viele Verbraucher nutzten bereits Cloud-Computing-Dienste, oft ohne dies zu wissen, erklärte Bitkom. So speichere etwa jeder dritte Internetnutzer online Daten wie etwa Fotos oder Videos, habe einen Internet-Kalender oder ein Online-Adressbuch, erklärte Bitkom. Zudem nutzen viele Verbraucher schon seit Jahren Webmail-Dienste, bei denen sie über eine Internetseite ihre E-Mails lesen und schreiben.

Das Thema Corporate Social Responsibility ist auf dieser Messe kaum zu finden. Wohl geht es aber um den Beitrag, den IT-Technologien etwa zu einem modularen Katastrophenmanagement leisten können, indem sie etwa bei Stürmen, Überschwemmungen, Waldbränden, Erdbeben und Tsunamis die Arbeit der Rettungsteams unterstützen.