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Lebensmittelpreise weltweit weiter auf Rekordniveau

Rom > Die weltweiten Lebensmittelpreise sind nach Angaben der UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) im Februar den achten Monat in Folge weiter gestiegen und haben damit ein neues Rekordniveau erreicht. Der am Donnerstag veröffentlichte FAO-Preisindex für Lebensmittel, mit dem die monatliche Preisschwankung für einen Korb an Lebensmitteln gemessen wird, lag im Februar bei 236 Punkten. Er stieg damit gegenüber Januar um 2,2 Prozent und erreichte seinen höchsten Stand seit Beginn der Messungen 1990.

Der „unerwartete Anstieg des Ölpreises“ könnte die „bereits schwierige Situation an den Märkten für Nahrungsmittel“ weiter verschärfen, warnte der bei der FAO für Handel und Märkte zuständige Direktor, David Hallam. Angesichts der anhaltenden Kämpfe zwischen Aufständischen und Regierungstruppen in Libyen erreichte der Ölpreis am Mittwoch mit 102 Dollar pro Barrel ein neues Rekordniveau.

Eine Sprecherin des Internationalen Währungsfonds (IWF) äußerte sich besorgt über den Anstieg der Lebensmittelpreise. Diese beträfen besonders „die Ärmsten und Verletzbarsten“, vor allem in den Niedriglohnländern, sagte die IWF-Sprecherin Caroline Atkinson. Sie sprach sich dafür aus, die am stärksten Schutzbedürftigen gezielt und direkt zu unterstützen, anstatt Produkte zu subventionieren.