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Zigaretten in England aus sichtbaren Verkaufsregalen verbannt

London > Zigaretten dürfen in England ab dem Frühjahr kommenden Jahres nicht mehr offen in Verkaufsregalen liegen. Die neue Regelung, die den Anreiz zum Rauchen verringern soll, trete am 6. April 2012 in großen Geschäften in Kraft, teilte das Gesundheitsministerium in London am Mittwoch mit. Ab dem 6. April 2015 soll die Regel auch in kleinen Geschäften gelten. Allerdings soll es möglich sein, Zigarettenpäckchen zumindest „vorübergehend und unter besonderen Umständen“ in Auslagen offen auszustellen.

Gesundheitsminister Andrew Lansley begründete sein Vorhaben damit, dass das Rauchen „unleugbar eine der größten Herausforderungen im Bereich der öffentlichen Gesundheit“ sei. Jährlich sterben im Land demnach 80.000 Menschen an den Folgen des Tabakkonsums, die Folgen des Tabakkonsums kosten das britische Sozialsystem pro Woche 58 Millionen Euro. „Wir wollen alles tun, um den Leuten zu helfen, mit dem Rauchen aufzuhören, und junge Leute ermutigen, nicht anfangen zu rauchen“, erklärte Lansley.

Die britische Krebsgesellschaft Cancer UK Research begrüßte die geplanten Maßnahmen. Sie würden allerdings viel zu spät eingeführt. „Man darf nicht vergessen, dass jeden Tag 400 Kinder mit dem Rauchen anfangen“, erklärte Organisationschef Harpal Kumar. Die nun angekündigten Einschränkungen beim Zigarettenverkauf waren bereits von der Vorgängerregierung der Labour-Partei auf den Weg gebracht worden. Die seit Mai regierende konservativ-liberale Regierung wollte die Maßnahmen aber zunächst noch einmal prüfen.

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