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Junge Menschen länger in Ausbildung und später erwerbstätig

Wiesbaden > Junge Menschen beenden deutlich später ihre Berufsausbildung als noch in den 90er Jahren. Waren im Jahr 1999 nur noch knapp 37 Prozent der 20- bis 24 Jährigen in Ausbildung, waren es zehn Jahre später gut zehn Prozent mehr, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte. Das habe Auswirkungen auf die Zahl derer, die in dieser Altersgruppe bereits als erwerbstätig gelten: 1999 begannen demnach bereits rund 44 Prozent der jungen Erwachsenen von 20 bis 24 Jahren ihre berufliche Karriere, 2009 nur knapp 37 Prozent.

Als Ursache für den späteren Berufseintritt nannten die Statistiker gleich mehrere Faktoren: Es gebe zum einen mehr junge Leute, die studierten oder eine rein schulische Berufsausbildung absolvierten. Daneben begännen mittlerweile mehr Menschen eine duale Ausbildung in Unternehmen und Berufsschule erst in einem etwas höheren Alter.

Häufiger als 1999 fanden die Berufsanfänger 2009 laut Statistik ihren Berufseinstieg nur über eine befristete Beschäftigung. Knapp 25 Prozent aller 20- bis 24-Jährigen sei 2009 befristet eingestellt worden. Zehn Jahre zuvor waren es den Statistikern zufolge nur gut 17 Prozent gewesen.

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