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Mindestens sieben Tote bei Explosionen in pakistanischer Kohlemine

Quetta > Bei mehreren Explosionen in einer Kohlemine im Südwesten Pakistans sind am Sonntag mindestens sieben Bergarbeiter ums Leben gekommen. 41 weitere Arbeiter seien in der Mine in der Provinz Baluchistan eingeschlossen worden, teilten die Behörden mit. Weil sich giftige Gase angesammelt hatten, gestalteten sich die Rettungsarbeiten schwierig.

Es gebe wenig Hoffnung, die eingeschlossenen Arbeiter retten zu können, da die Lüftung der Mine nicht gut funktioniere und sich dort Methangas ansammle, hieß es von Seiten der Behörden. Der Bergbauminister der Provinz, Muschtak Raisani, erklärte, Rettungskräfte hätten bislang sieben Tote geborgen, die Arbeiten könnten sich aber wegen der giftigen Dämpfe zwei Tage hinziehen. Die Rettungsarbeiten hätten zuvor bereits unterbrochen werden müssen, da einige Einsatzkräfte durch Einatmung der Gase bewusstlos geworden seien.

Die 48 Bergarbeiter hatten in der von einer staatlichen Firma betriebenen Mine im Bezirk Sorange in rund 1200 Metern Tiefe gearbeitet, als sich das Unglück ereignete. Raisani zufolge hatte der Betreiber frühere Warnungen, die Arbeiten in der Mine einzustellen, ignoriert. Viele Minen in der verarmten Provinz Baluchistan sind für ihre mangelnden Sicherheitsstandards berüchtigt. Vergleichbare Fälle mit Todesopfern gab es bereits in der Vergangenheit.

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