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Earth Hour: Licht aus für den Klimaschutz

Millionen Menschen rund um den Globus haben am Samstag zum Zeichen des Klimaschutzes für eine Stunde das Licht ausgeknipst. Im Rahmen der Aktion „Earth Hour“ gingen in Deutschland pünktlich um 20.30 Uhr unter anderem am Brandenburger Tor und am Kölner Dom für eine Stunde die Lichter aus.

Berlin > Millionen Menschen rund um den Globus haben am Samstag zum Zeichen des Klimaschutzes für eine Stunde das Licht ausgeknipst. An der Aktion „Earth Hour“ beteiligten sich nach Angaben der Organisatoren in diesem Jahr 134 Länder. In Deutschland gingen pünktlich um 20.30 Uhr unter anderem am Brandenburger Tor und am Kölner Dom für eine Stunde die Lichter aus.

In Deutschland beteiligten sich 66 Städte und Gemeinden an der Aktion der Umweltschutzorganisation WWF – ein neuer Teilnehmerrekord. Nach Angaben des WWF lagen etwa das Brandenburger Tor sowie der Kölner Dom für eine Stunde im Dunkeln. Bei der zentralen Kundgebung am Pariser Platz in Berlin, die mit einer Schweigeminute für die Opfer der Naturkatastrophe in Japan begann, wurde mit Kerzen der Schriftzug „Energiewende Jetzt“ gelegt. An der Aktion beteiligten sich unter anderem auch Hamburg und München, Leipzig, Frankfurt und Bonn.

Den Auftakt für die „Earth Hour“ gaben Australien und Neuseeland, der Hafen und die Oper von Sydney lagen um 20.30 Uhr Ortszeit komplett im Dunkeln. Auch im Inselstaat Fidschi und in anderen Pazifik-Gebieten wurden vielerorts die Lichter ausgeschaltet. Es war die fünfte „Earth Hour“, die Aktion war 2007 vom WWF und anderen Initiatoren ins Leben gerufen worden. „Es geht nicht wirklich um die Energie, die dabei eingespart wird“, sagte „Earth Hour“-Mitinitiator Andy Ridley der Nachrichtenagentur AFP. Vielmehr solle die Aktion zeigen, was bewirkt werden könne, wenn viele Menschen sich zusammentun.

Der WWF rief die Menschen auf, über die „Earth Hour“ hinaus einen Beitrag zur Energiewende und zum Klimaschutz zu leisten, etwa durch den Wechsel zu einem Ökostromanbieter. Die chinesische Stadt Dailan verpflichtete sich dazu, 1,5 Milliarden Dollar (1,1 Milliarden Euro) für das Pflanzen von 340 Millionen Bäumen auszugeben. In Chinas Hauptstadt Peking gingen etwa am „Vogelnest“-Stadion die Lichter aus. In Online-Netzwerken wie Facebook und Twitter tauschten sich die Teilnehmer an der Aktion zudem rege miteinander aus.

Auch in Frankreich beteiligten sich 129 Städte an der „Earth Hour“. In Paris wurden zahlreiche Plätze und Gebäude wie die Kathedrale Notre Dame und das Rathaus dunkel. Der Eiffelturm blieb aus Sicherheitsgründen aber nur fünf Minuten lang ohne Licht. In Italien machten mehr als 200 Städte mit, der Schiefe Turm von Pisa sowie das Kolosseum in Rom mussten eine Stunde ohne Beleuchtung auskommen. In Athen gingen etwa an der Akropolis und an Regierungsgebäuden die Lichter aus. In New York lag der Times Square im Dunkeln, auch die Skylines von Chicago und Boston strahlten weniger hell als sonst.

Millionen Haushalte weltweit beteiligten sich außerdem an der Aktion und knipsten für eine Stunde das Licht aus. Viele Städte schalteten zusätzlich in den Zentren große Werbetafeln und Anzeigen aus.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon unterstützte die „Earth Hour“ und rief zum Schutz des Planeten auf. Mitinitiator Ridley zeigte sich zufrieden mit der enormen Resonanz. „Wir hätten am Anfang nie gedacht, dass diese Aktion solche Ausmaße annimmt“, sagte er.

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