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Klimawandel: Nachfrageveränderungen fordern Mittelstand heraus

Der Klimawandel erreicht den Mittelstand. Viele Unternehmen fühlen sich inzwischen von den physischen und regulatorischen Risiken sowie den Nachfrageveränderungen bedroht. Anlass für das Carbon Disclosure Project, seine Aktivitäten in den nicht börsennotierten Mittelstand auszuweiten.

Der Klimawandel erreicht den Mittelstand. Viele der über 10.000 deutschen Unternehmen mit einem Umsatz von mehr als 50 Millionen Euro fühlen sich inzwischen von den physischen und regulatorischen Risiken sowie den Nachfrageveränderungen, die sich aus dem Wandel in eine emissionsarme Wirtschaft ergeben, bedroht. Anlass für das Carbon Disclosure Project (CDP), seine Aktivitäten in den nicht börsennotierten Mittelstand auszuweiten. „Die Erfassung und Messung von Emissionen, Ressourcenverbrauch und andere Klimadaten ist heute eine unverzichtbare Voraussetzung für Unternehmen, sich auf den Klimawandel vorzubereiten“, erläutert Caspar von Blomberg, Europachef des CDP, das Engagement. „Belastbare Daten sind die Basis für eine nachhaltige Steuerung und eine marktorientierte Geschäftsstrategie“. Als strategische Partner konnten der TÜV-Süd und das Software- und Beratungsunternehmen PE International gewonnen werden.

Das Carbon Disclosure Project ist eine international agierende Initiative von 551 institutionellen Investoren, mit dem Ziel mehr Transparenz in den CO2-Ausstoß von Unternehmen zu bringen. Jedes Jahr werden Unternehmen aufgefordert, ihren tatsächlichen CO2-Ausstoß und die Strategien zur Senkung offenzulegen. Die Ergebnisse fließen in eine Datenbank, die inzwischen die weltweit größte Datensammlung unternehmensrelevanter Klimainformationen ist. Die Berichte an den CDP sind für die Unternehmen freiwillig, dennoch gehören fast alle DAX30-Unternehmen zu den Teilnehmern, weltweit nutzen über 3000 börsennotierte Unternehmen die CDP-Berichterstattung.

Erstmals richtet sich das CDP mit seinem Mittelstandsangebot an nicht börsennotierte Unternehmen. So sollen die meist familiengeführten Mittelständler vor allem beim Aufbau systematischer Erfassungsprozesse ihrer Emissionen und Klimarisiken unterstützt werden, um diese dann systematisch zu kontrollieren und zu reduzieren. „Die korrekte Erstellung und Dokumentation ist Voraussetzung für die Belastbarkeit und Glaubwürdigkeit einer Klimabilanz“, so Ferdinand Neuwieser, Geschäftsführer der TÜV Süd Industrie GmbH. Durch die umfangreiche Datenbasis und das weltweite Ranking können sich die Mittelständler direkt mit ihren börsennotierten Wettbewerbern vergleichen.

Weitere Informationen zum Carbon Disclosure Project gibt es hier.
Spezielle Informationen zu den deutschen Aktivitäten des CDP und den Projektbericht „Deutschland 200“ zum Download gibt es hier.