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„Regionale Lebensmittel“ kommen nicht immer aus der Region

Berlin > Rund 65 Prozent der Deutschen achten beim Einkauf auf Lebensmittel regionaler Herkunft, doch viele der so etikettierten Produkte kommen gar nicht aus der Region. Darauf wies die Stiftung Warentest am Dienstag in Berlin hin. So biete der Discounter Lidl unter der Marke „Ein gutes Stück Heimat“ in Berlin auch Saft vom Bodensee oder Möhren vom Niederrhein an. Das Unternehmen Coop verkaufe bundesweit unter der Marke „Unser Norden“ Kaffee, Reis oder Cashewnüsse als „Lebensmittel ausgewählter Produzenten des Nordens“, obwohl diese dort gar nicht angebaut würden. Bei Edeka Südwest kommen demnach Lebensmittel der Marke „Unsere Heimat – echt&gut“ aus vier verschiedenen Bundesländern.

Rechtlich gegen solche irreführenden Bezeichnungen vorzugehen, ist laut Stiftung Warentest schwierig, da es keine allgemeingültigen Anforderungen an regionale Lebensmittel gebe. In ihrer Erklärung weist die Stiftung lediglich darauf hin, dass regionale Lebensmitel in der Regel auf Märkten und in Hofläden zu finden seien. Doch auch Produkte in Supermärkten und Discountern seien in dieser Hinsicht in der Regel dann unbedenklich, wenn sie in einer klar definierten Herkunftsregion in der Nähe erzeugt und verarbeitet worden seien. Auskünfte finden sich demnach auch in der Produktdatenbank www.reginet.de