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Netto zahlt Mitarbeitern nach Kritik von Gewerkschaft Mindestlohn

Maxhütte-Haidhof > Der Lebensmittel-Discounter Netto hat auf Kritik an der Bezahlung seiner Mitarbeiter reagiert und einen Mindestlohn eingeführt. Das Unternehmen einigte sich nach eigenen Angaben vom Freitag mit dem Betriebsrat darauf, allen Aushilfen ab Freitag einen Mindest-Stundenlohn in Höhe von 7,50 Euro plus tariflicher Zulagen zu zahlen. „Ein partnerschaftliches Verhältnis zu unseren Mitarbeitern sowie eine faire Zusammenarbeit mit unseren Betriebsräten hat für uns oberste Priorität“, erklärte Franz Pröls, Geschäftsführer von Netto Marken-Discount. Das Unternehmen hob zudem hervor, dass viele geringfügig Beschäftigte mit Stundenlöhnen von mehr als zehn Euro bereits deutlich mehr erhielten als den Mindestlohn.

Die Gewerkschaft Verdi hatte der Edeka-Tochter Netto kürzlich vorgeworfen, die Tarife gezielt zu unterlaufen und sittenwidrige Löhne zu zahlen. Ein der Zeitung „WAZ“ vorliegender Arbeitsvertrag der Netto-Niederlassung Bottrop hatte demnach einen Stundenlohn von 5,50 Euro ausgewiesen – zuzüglich einem Euro Zulage als Abgeltung für Urlaubs- oder Weihnachtsgeldansprüche. In den 4000 Netto-Filialen arbeiten nach Angaben des Unternehmens mehr als 64.000 Menschen.