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US-Unternehmer wegen Tötung eines Elefanten unter Druck

San Francisco > Der Gründer der Domain-Registrierungsfirma Go Daddy ist wegen eines Online-Videos in die Kritik geraten, in dem er mit Stolz einen Elefanten in Simbabwe tötet. „Von allem was ich tue, lohnt sich das am meisten“, erklärte Bob Parsons in dem Video, das er auf die Internetseite seiner Firma im US-Bundesstaat Arizona stellte. Er habe den Elefanten getötet, weil dieser die Ernte eines örtlichen Bauern gefressen habe. Es sei bereits das zweite Jahr in Folge, dass er „Problemelefanten“ jage.

Die Tierschutzorganisation PETA verurteilte die Tat am Donnerstag und erklärte, ihre Registrierung bei Go Daddy zu löschen und die Internetseite anderswo eintragen zu lassen. „Parsons hat mindestens einen Elefanten und einen Leoparden zu seinem eigenen Vergnügen getötet“, teilte die Organisation auf ihrer Internetseite mit. Anstatt die Taten mit fadenscheinigen Entschuldigungen zu rechtfertigen, sollte Parsons sein Vermögen dazu nutzen, artgerechte Lösungen für Konflikte zwischen Menschen und Elefanten zu finden.

Go Daddys Konkurrenzanbieter Namecheap.com bot Parsons Kunden wegen des Videos an, ihre Webadressen zu einem ermäßigten Preis zu übertragen. Ein Teil des Erlöses solle an die Elefantenschutzorganisation savetheelephants.org gehen. „Es kommt nicht oft vor, dass wir öffentlich einem Mitbewerber widersprechen, aber wir bei Namecheap sind sehr beunruhigt über dieses Video von einem Mitbewerber, der das Töten eines Elefanten als Sport betreibt“, erklärte Tamar Weinberg von Namecheap in einer Online-Botschaft. „Wir haben uns entschieden, unsere Elefantenfreunde durch Registrierungsänderungen zu einem Preis zu unterstützen, bei dem wir letztlich einen Verlust machen.“

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