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Elektroautos sollen im Mittelpunkt der Automesse IAA stehen

Elektroautos sollen im Mittelpunkt der diesjährigen Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt am Main stehen. Dafür solle unter anderem eine ganze Halle dem Thema gewidmet werden. Neben Elektroautos sollten auf der IAA besonders sparsame Benziner und Dieselwagen, Hybridautos und solche mit Wasserstoff-Antrieb präsentiert werden. Zudem sei ein Fachkongress zu E-Mobilität in Planung.

Berlin > Elektroautos sollen im Mittelpunkt der diesjährigen Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt am Main stehen. Dafür solle unter anderem eine ganze Halle dem Thema gewidmet werden, kündigte der Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), Matthias Wissmann, am Montag in Berlin an. Die Geschäfte der deutschen Autobauer liefen in diesem Jahr bislang sehr gut.

Wissmann kündigte an, die Autobauer und die Zulieferer wollten auf der IAA vom 15. bis 25. September „nicht nur präsentieren, was ist, sondern auch, was sein wird“. Dies werde nicht nur an den Ständen der Unternehmen geschehen, sondern auch auf einem 200.000 Quadratmeter großen zusätzlichen Ausstellungsbereich für Elektromobilität. Neben Elektroautos sollten auf der IAA auch besonders sparsame Benziner und Dieselwagen präsentiert werden, genauso wie Hybridautos und solche mit Wasserstoff-Antrieb. Zudem sei ein Fachkongress zu E-Mobilität in Planung.

Die IAA findet laut VDA in diesem Jahr in einem deutlich besseren Umfeld statt als die vorige im Krisenjahr 2009. Damals hätten sich lediglich 781 Aussteller präsentiert, für 2011 rechne der VDA mit rund 900 Unternehmen. Bislang meldeten sich demnach 600 Aussteller aus 35 Ländern an. Darunter seien auch einige „prominente Rückkehrer“, kündigte Wissmann an: Nach einer krisenbedingten IAA-Pause 2009 kehrten Hersteller wie Honda, Mitsubishi, Chevrolet und Cadillac für die diesjährige Messe zurück.

Die Geschäfte der deutschen Autobauer im ersten Quartal 2011 liefen laut VDA derweil gut. „Die Deutsche Automobilindustrie profitiert weiterhin von der sehr hohen Dynamik auf wichtigen internationalen Märkten“, erklärte Wissmann. Aber auch die Nachfrage in Deutschland selbst sei hoch: Von Januar bis März 2011 wurden demnach 14 Prozent mehr Autos zugelassen als ein Jahr zuvor. Der Auftragseingang im Inland sei sogar um ein Viertel gestiegen. 2010 waren die Autoverkäufe allerdings deutlich eingebrochen, nachdem die Abwrackprämie im Krisenjahr 2009 zu einem massiven Absatzschub geführt hatte.

Die Exporte deutscher Autobauer stiegen im ersten Quartal laut VDA um elf Prozent. „Damit sind wir auf Rekordkurs für das Gesamtjahr 2011“, erklärte Wissmann. Die Lage in Japan nach Erdbeben und Tsunami mit der anschließenden Reaktorkatastrophe behalte die Autoindustrie dabei genau im Auge. „Die Sicherung der Lieferkette ist eine der ganz zentralen Aufgaben der Automobilindustrie“, erklärte der VDA-Präsident. Die Hersteller und Zulieferer hätten bereits in der Vergangenheit gezeigt, „dass sie sich auf abrupte Wechsel rasch und flexibel einstellen können“. Arbeitsgruppen in den Betrieben analysierten täglich die Lage und prüften alternative Lieferoptionen.

Der auch im Autobereich tätige Technologiekonzern IBM kritisierte derweil die mangelnde Bereitschaft zur Zusammenarbeit bei der Entwicklung von Elektroautos. Diese gefährde die in dem Feld angestrebte Rolle der deutschen Autobauer, sagte der Vizechef der Automobil-Sparte von IBM, Gerhard Baum, der Branchenzeitung „Automobilwoche“ vom Montag. „Verglichen mit China herrscht bei uns in der Autobranche zu viel Kleinstaaterei. Jeder tritt gegen jeden an.“

Notwendig ist nach Ansicht Baums unter anderem eine „klare Rollenverteilung“ zwischen den Herstellern selbst und den Zulieferern. IBM ist seit den 50er Jahren als IT-Dienstleister in der Autoindustrie tätig und auch bei der Entwicklung von E-Autos aktiv.