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Baden-Württemberg: Nachhaltigkeit mit Bürgerbeteiligung

„Nachhaltige Entwicklung funktioniert auf Dauer nur mit der Gesellschaft, und natürlich mit der Wirtschaft“, sagte Martin Eggstein, Ministerialdirigent im Umweltministerium Baden-Württemberg, am 6. April auf dem CSR Forum in Stuttgart. Die Nachhaltigkeitsstrategie der Landesregierung bezeichnete Eggstein als gesamtgesellschaftliche Initiative.

Stuttgart > „Nachhaltige Entwicklung funktioniert auf Dauer nur mit der Gesellschaft, und natürlich mit der Wirtschaft“, sagte Martin Eggstein, Ministerialdirigent im Umweltministerium Baden-Württemberg, am 6. April auf dem CSR Forum in Stuttgart. Die Nachhaltigkeitsstrategie der Landesregierung bezeichnete Eggstein als gesamtgesellschaftliche Initiative, an der neben allen Ministerien auch 450 gesellschaftliche Gruppen beteiligt seien. Klimaschutz, nachhaltiger Konsum und die Integration von Migranten sowie der Erhalt des Kulturraums seien einige Themen dieser Strategie. Lokale Aktivitäten sollen verstärkt in den Dialog eingebunden werden – als ein Element gelebter Bürgerbeteiligung. Gemeinsam solle erreicht werden, dass Nachhaltigkeit ein Markenzeichen der Produkte aus Baden-Württemberg werde. So sollen „Ressourcenscouts“ Handwerkern bei der ressourcensparenden Produktion helfen und nachhaltige Wertschöpfungspartnerschaften – beginnend in der Bauindustrie – Kooperationen über die Kunden-Lieferanten-Beziehung hinaus ermöglichen.

Ausreichende Ressourcen und Infrastruktur bezeichnete Eggstein als die entscheidenden Zukunftsherausforderungen. Ressourceneffizienz dürfe nicht auf Energieeffizienz reduziert werden. Unternehmen mit attraktiven Produkten, die mit minimalen Energie- und Ressourcenaufwand erstellt wurden, energiesparend arbeiten und umweltfreundlich entsorgt werden können, würden sich zukünftig am Markt behaupten.

Ebenso wie über den Weg aus der Kernerenergie müssen wir uns über den Ausbau der Infrastruktur Gedanken machen. Dabei besitze der Ausbau der Energienetze eine besondere Bedeutung. Leistungsfähige Trassen könnten nur oberirisch gebaut werden, zu erwartende Widerstände seien mit Bürgerbeteiligung zu überwinden, sagte Eggstein.

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