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Nachhaltigkeit im Einzelhandel: die Frage nach den Mitarbeitern

Stuttgart > Drei Millionen Beschäftigte sind in Deutschland für den Einzelhandel tätig, jeder zwölfte Beschäftigte arbeitet dort. Trotz der Wirtschaftskise blieb die Beschäftigung stabil, was auch mit der Flexibilität der Beschäftigungsverhältnisse zu tun habe, sagte Kai Falk, Mitglied der Geschäftsführung des Handelsverband Deutschland, am 6. April auf dem deutschen CSR-Forum in Stuttgart.

Verantwortliches Handeln im Sinne der nachfolgenden Generation sei die höchste Erwartung der Kunden an Nachhaltigkeit, bei den Kaufentscheidungen stehe der Aspekt nach der Produktqualität an zweiter Stelle. Kunden seien auch bereit, Produkte und Anbieter zu boykottieren, die nicht verantwortungsvoll seien. Das habe ein Drogeriemarkt im vergangenen Jahr schmerzhaft erfahren.

Im Einzehandel stiegen die Lebensmittelpreise in den letzten fünf Jahren deutlich und liegen in Bezug auf die Preissteigerung über anderen Einzelhandelskunden. Insgesamt herrsche im Handel ein starker Wettbewerb bei einer schmalen Gewinnmarge, das erschwere die Ausrichtung auf Nachhaltigkeit. Logistik und nacvhhaltige Produkte seien in der Ökologie wichtige Themen, im Sozialen seien es der Umgang mit Mitarbeitern und Fair Trade. Bei Fair Trade-Produkten gebe es Wachstum, dieses sei aber abgebremst. Deutlich gestiegen sei der Absatz von Produkten mit MSC-Siegel (ein Siegel insbesondere für Fischprodukte). Zu der Vielzahl der Label sagte Falk: „Ich denke, es ist legitim für Unternehmen, ein eigenes Nachhaltigkeitsversprechen zu haben.“

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