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DIHK: Rekordinvestitionen beim Umweltschutz

Berlin > Deutsche Unternehmen investieren laut einer Studie so viel wie noch nie in den Umweltschutz. Im vergangenen Herbst hätten zwölf Prozent aller investierenden Betriebe angegeben, ihr Geld in den Umweltschutz zu stecken, erklärte der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) am Donnerstag unter Berufung auf Daten aus der Konjunkturumfrage unter 28.000 Unternehmen.

Die Betriebe seien „bestrebt, durch die Installation von effizienteren und umweltschonenden Anlagen den Rohstoff- und Energieeinsatz zu senken“, erklärte der DIHK. Damit würden sie „nicht zuletzt auch ihre Kosten reduzieren“ wollen. Knapp drei Viertel der Industrieunternehmen sehen laut der Studie in der derzeitigen Entwicklung der Energie- und Rohstoffpreise ein Risiko für die Geschäftsentwicklung.

Als positiv hebt die Studie hervor, dass für den „grünen Mittelstand“ weiterhin signifikante Zuwächse zu erwarten seien. 51 Prozent der Betriebe rechneten in diesem Bereich schon in den nächsten Monaten mit besseren Geschäften. Insgesamt steige die Nachfrage nach energiesparenden Maschinen und Anlagen „Made in Germany“ langfristig weiter an. Auch in Schwellenländern sowie in Afrika mache sich die höhere Sensibilität für Energieeffizienz bemerkbar. Die Umwelttechnik dürfte in den nächsten Jahren das Segment sein, in dem weltweit die größten Zuwachsraten für die deutsche Exportwirtschaft erzielt werden, heißt es in der April-Umfrage.