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Einigung in Bangkok nach zähem Ringen auf weitere Klima-Strategie

Bangkok > Zum Ende der UN-Klimagespräche in Bangkok haben sich die Teilnehmerstaaten am Freitag nach zähen Verhandlungen auf eine künftige Verhandlungsstrategie geeinigt. „Wir sind enttäuscht, dass die Einigung so lang gedauert hat“, sagte der ungarische Gesandte Jozsef Feiler, der die EU vertritt, nach der Annahme des neuen Plans. Er sieht für dieses Jahr vor, sich auf die Umsetzung der auf dem UN-Klimagipfel in Cancún im Dezember festgesetzten Ziele zu konzentrieren. Jedoch sollen auch langfristige Wege im Kampf gegen die Erderwärmung debattiert werden. Der nächste UN-Klimagipfel findet Ende des Jahres im südafrikanischen Durban statt, zuvor gibt es im Sommer in Bonn weitere Gespräche.

In Bangkok gab es vor allem deshalb Differenzen, weil die ärmeren Länder auf eine Fortsetzung des 2012 auslaufenden Kyoto-Protokolls dringen. Die Industrieländer wollen sich hingegen auf die in Cancún vereinbarten Ziele konzentrieren. Dort hatte sich die Staatengemeinschaft zu dem Ziel bekannt, die Erderwärmung auf zwei Grad zu begrenzen und den CO2-Ausstoß deutlich zu verringern. Konkrete Schritte dazu müssen aber noch vereinbart werden.

Der Grünen-Umweltpolitiker Hermann Ott kritisierte eine fehlende Vorreiterrolle der Industriestaaten. Auch die Organisation Germanwatch bemängelte, in Bangkok seien die Chancen für eine „neue positive Verhandlungsdynamik“ nicht genutzt worden.

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