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Erneuerbare Energien deckten 2010 knapp 17 Prozent des Verbrauchs

Wiesbaden > Erneuerbare Energien hatten im vergangenen Jahr einen Anteil von knapp 17 Prozent am gesamten Stromverbrauch in Deutschland. Das teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag anlässlich der Europäischen Woche für nachhaltige Energie mit. Mit einem Anteil von 16,9 Prozent am Bruttostromverbrauch in 2010 sei der Anteil der erneuerbaren Energie seit 1990 um mehr als das Vierfache gestiegen. Der Anteil von Atomenergie am Bruttostromverbrauch lag im Jahr 2010 bei 23,3 Prozent.

Im EU-Vergleich lag Deutschland 2008 laut dem europäischen Statistikamt (Eurostat) mit einem Anteil regenerativer Energiequellen von 15,4 Prozent knapp unter dem EU-Durchschnitt von 16,7 Prozent. Spitzenreiter war Österreich: Hier konnten 2008 insgesamt 62 Prozent des Bruttostromverbrauchs durch regenerative Energiequellen, insbesondere durch Wasserkraft, gedeckt werden. Die höchste Zuwachsrate im Zeitraum 1990 bis 2008 erzielte Dänemark, wo der Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch von 2,6 Prozent auf 28,7 Prozent stieg.

Im europäischen Vergleich war der Anteil von Kernenergie am Bruttostromverbrauch im Jahr 2008 in Frankreich (83,2 Prozent), Litauen (76,4 Prozent) und der Slowakei (56,7 Prozent) am höchsten. In Deutschland lag der Anteil der Kernenergie in dem Jahr bei 24,1 Prozent. In zwölf EU-Staaten – darunter Österreich, Irland und Polen – spielte die Atomkraft bei der Stromerzeugung überhaupt keine Rolle. Der nationale Bruttostromverbrauch entspricht der gesamten Bruttostromerzeugung im Inland zuzüglich Einfuhren, abzüglich Ausfuhren.

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