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Japan stuft Atomunglück in Fukushima auf maximale Stufe 7 hoch

Japan hat am Dienstag die Schwere des Unglücks im havarierten Atomkraftwerk Fukushima auf die maximale Stufe 7 erhöht. Messungen der freigesetzten Radioaktivität legten nahe, dass diese dem Niveau der Stufe 7 entspreche, teilte die japanische Atomsicherheitsbehörde mit. Allerdings liege die Radioaktivität bei einem Zehntel der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl, die als bisher einziger Unfall mit Stufe 7 klassifiziert worden war.

Tokio > Japan hat am Dienstag die Schwere des Unglücks im havarierten Atomkraftwerk Fukushima auf die maximale Stufe 7 erhöht. Messungen der freigesetzten Radioaktivität legten nahe, dass diese dem Niveau der Stufe 7 entspreche, teilte die japanische Atomsicherheitsbehörde mit. Allerdings liege die Radioaktivität bei einem Zehntel der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl, die als bisher einziger Unfall mit Stufe 7 klassifiziert worden war.

Vertreter der Atomsicherheitsbehörde erklärten auf einer Pressekonferenz, die Menge an Radioaktivität, die aus den Reaktoren der Atomanlage freigesetzt worden sei, entspreche in etwa zehn Prozent der freigesetzten Radioaktivität aus dem 1986 in der Ukraine havarierten Atomkraftwerk Tschernobyl. Die Einstufung des Unglücks sei vorläufig, betonte der Vertreter. Eine endgültige Klassifizierung werde später eine Expertenkommission vornehmen.

Auf der internationalen Skala für atomare Vorfälle ist Stufe 7 „schweren Vorfällen“ vorbehalten, bei denen „erhebliche Mengen Radioaktivität freigesetzt werden“, die einen „bedeutende Effekt auf die Gesundheit und die Umwelt“ haben. Mehrere Reaktoren der Atomanlage waren bei dem Erdbeben der Stärke 9 und dem anschließenden Tsunami am 11. März schwer beschädigt worden.

Nach dem Zusammenbruch der Kühlsystem hatten sich vier der sechs Reaktoren so stark erhitzt, dass die Brennstäbe teilweise schmolzen. Arbeiter und Ingenieure versuchen seitdem, die Kühlung der durch mehrere Explosionen stark beschädigten Reaktoren wieder herzustellen. Zugleich müssen sie permanent von außen mit Wasser gekühlt werden, um eine neuerliche Überhitzung zu verhindern.

Die Betreiberfirma Tepco teilte unterdessen mit, dass das neuerliche Erdbeben, das am Dienstagmorgen den Nordosten der japanischen Hauptinsel Honshu erschüttert hatte, die Atomanlage in Fukushima nicht beschädigt habe. Es habe bisher keine Unterbrechung der Stromzufuhr gegeben, teilte der Konzern mit. Es sei ein Feuer in der Anlage ausgebrochen, das jedoch schnell habe gelöscht werden können.

Nach Angaben der US-Behörde für Geologie ereignete sich das Erdbeben der Stärke 6,4 um 8.08 Uhr (Ortszeit, 1.08 Uhr MESZ) in einer Tiefe von 13,1 Kilometer unter der Erdoberfläche vor der Küste der Präfektur Chiba. Die japanische Meteorologiebehörde hatte zuvor eine Stärke von 6,3 gemessen. Das Beben war in der rund 80 Kilometer vom Epizentrum entfernten Hauptstadt Tokio deutlich zu spüren. Eine Tsunami-Warnung wurde jedoch nicht ausgegeben.

Die U-Bahnen und Schnellzüge im Großraum Tokio wurden nach dem Beben sofort gestoppt, konnten nach einer Überprüfung der Gleise ihre Fahrt aber bald fortsetzen. Auch auf dem internationalen Flughafen Narita wurde der Betrieb vorübergehend unterbrochen. Am Montag hatte bereits ein Beben der Stärke 6,6 den Nordosten des Landes erschüttert. Es hatte Erdrutsche ausgelöst, bei denen mehrere Häuser verschüttet und drei Menschen getötet wurden.

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