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Neuseeländisches Marineschiff soll Konflikt bei Ölsuche schlichten

Wellington > Neuseeland hat ein Marineschiff entsandt, um eine Konfrontation zwischen Aktivisten der Umweltgruppe Greenpeace und einem Schiff des brasilianischen Erdöl-Konzerns Petrobas zu verhindern. Das Marineschiff habe mehrere Polizisten an Bord und die Aufgabe, die Situation zu überwachen, sagte ein Polizeivertreter am Dienstag. Seit einigen Tagen versuchen Greenpeace-Aktivisten, einen Erkundungseinsatz des Petrobas-Schiffes vor der Ostküste der Nordinsel zu stören.

Neuseelands Regierungschefs John Key sagte, er erwarte, dass die Polizei sicherstelle, dass ein Gleichgewicht eingehalten werde zwischen dem Recht auf friedlichen Protest und dem Recht eines Konzerns, eine genehmigte Erkundungstour vorzunehmen.

Das Greenpeace-Mitglied Steve Abel sagte, die Aktivisten wollten der Regierung klar machen, dass Tiefseebohrungen in den neuseeländischen Gewässern nicht akzeptiert werden dürften. „Wenn wir nicht diese ersten Erkundungen in der Tiefsee stoppen, werden Bohrplattformen in naher Zukunft rund um Neuseeland auftauchen, von denen jede das Risiko einer Ölpest erhöht und zum Klimaerwärmung beiträgt“, sagte Abel.