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Bayerns Justizministerin sieht Profisport bedroht

München > Bayerns Justizministerin Beate Merk (CSU) sieht angesichts der Wettskandal im Deutschen Fußballverband für den Spitzensport alarmierende Entwicklungen und gesetzgeberischen Handlungsbedarf. „Wir brauchen eine Handhabe, um gegen kriminelle Entwicklungen, die oft vom Ausland gesteuert werden, vorgehen zu können“, sagte Merk der „Welt am Sonntag“. Merk kündigte eine Bundesratsinitiative und einen Gesetzentwurf zum Schutz des Wettbewerbs im Sport an, der Bestechlichkeit und Bestechung im Profisport mit Strafe bedroht. Die von den Sportverbänden selbst geschaffenen Überwachungssysteme reichten nicht aus, Manipulationen effektiv einzudämmen, sagte sie laut „Welt am Sonntag“. Zum Schutz des (Profi-)Sports müsse im Strafrecht ein neuer Tatbestand geschaffen werden, der Absprachen für Spiele unterbinde. Merk hatte bereits vor zwei Jahren ein Sportschutzgesetz mit Regelungen gegen Doping vorgelegt, das der Gesetzgeber nicht verwirklichte.