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Burnout: Was Arbeitgeber für ihre Mitarbeiter tun können

Immer mehr Arbeitnehmer erleiden ein Burnout. Diese Form einer psychischen Störung verursachte 2010 im Vergleich zu 2004 das 9-fache an Krankheitstagen. Als eine wichtige Ursache für die zunehmende Zahl der Burnout-Erkrankungen gelten die gestiegenen psychosozialen Belastungen am Arbeitsplatz.

Berlin > Immer mehr Arbeitnehmer erleiden ein Burnout. Diese Form einer psychischen Störung – auf Deutsch: Ausgebranntsein – verursachte 2010 im Vergleich zu 2004 das 9-fache an Krankheitstagen. 2010 war fast jeder zehnte Ausfalltag auf eine psychische Erkrankung zurückzuführen, stellte das Wissenschaftliche Institut der AOK bei der Analyse der Krankmeldungen von mehr als 10 Millionen AOK-Versicherten fest.

Der Begriff Burnout bezeichnet einen Zustand physischer und psychischer Erschöpfung und wird unter der Diagnosegruppe „Probleme mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung“ erfasst. Frauen werden doppelt so häufig mit dieser Diagnose krankgeschrieben wie Männer. Das Risiko einer Burnout-Erkrankung steigt mit dem Alter. Besonders häufig betroffen sind Mitarbeiter sogenannter helfender Berufe.

Als eine wichtige Ursache für die zunehmende Zahl der Burnout-Erkrankungen gelten die gestiegenen psychosozialen Belastungen am Arbeitsplatz. Deshalb engagieren sich hier die Gesetzlichen Krankenkassen seit Jahren im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements mit Angeboten zum Erkennen und Vermeiden körperlicher Belastungen oder zu den Themen Stressmanagement oder Führungsverantwortung und sie bieten Präventionsseminare.

Einen Fragebogen zum Thema „Stress am Arbeitsplatz“ bietet die AOK auch online an.

Einen Test zum Burnout-Risiko bietet die Universität Graz.

Die Website von L. F. Satow gibt Arbeitgebern folgende Tipps zur Vermeidung eines Burnout unter ihren Mitarbeitern (Kurzfassung):

  • Bieten Sie eine Perspektive.
  • Zeigen Sie persönliche Wertschätzung.
  • Ermöglichen Sie Spaß und Humor.
  • Konkurrenz ja, aber nicht auf Kosten des Klimas oder des Teams.
  • Reduzieren Sie Stress und Überarbeitung.
  • Vermeiden Sie zu häufige Umstrukturierungen und Wechsel der Führungskräfte.
  • Sagen Sie Mobbing den Kampf an.

Eine Übersicht zu möglichen Initiativen der Arbeitgeber und Unterstützungsangeboten gibt die Website Mobbing & Burnout des ver.di Bildungswerk Hessen.

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