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Weltklimarat: Bis 2050 massiver Ausbau alternativer Energien möglich

Paris > Der Großteil des weltweiten Energiebedarfs kann nach Einschätzung des Weltklimarats bis zum Jahr 2050 aus erneuerbaren Quellen gedeckt werden. Wenn es den politischen Willen dazu gebe, könnten drei Viertel des Bedarfs durch Energie aus Sonne, Wind, Wasser und Biomasse gewonnen werden, heißt es im Entwurf eines Berichts des Weltklimarats IPCC, der am Montag in Abu Dhabi vorgestellt werden soll und der Nachrichtenagentur AFP vorab vorlag. Der Berichtsentwurf wurde bereits vor der Atomkatastrophe von Fukushima verfasst, die in vielen Ländern zu einem Umdenken in der Energiepolitik geführt hat.

Unter der Maßgabe, dass der Ausstoß von klimaschädlichen Treibhausgasen reduziert werden soll, analysierte die zwischenstaatliche Expertengruppe in ihrer Untersuchung das Potenzial sauberer Energie. Dazu spielte sie insgesamt 164 Szenarien durch. Das ehrgeizigste Szenario war dabei das Vorhaben, bis 2050 den Energiebedarf zu drei Vierteln aus erneuerbaren Energien zu decken. Die größten Hindernisse seien dabei die staatliche Förderung der Energiegewinnung durch fossile Brennstoffe und das Fehlen von adäquaten Strukturen zur Entwicklung neuer Technologien, heißt es in dem Entwurf.

„Um die internationalen Ziele zur Reduzierung der Treibhausgase zu erreichen, ist eine tiefgreifende Reform unserer energetischen Systeme notwendig“, schreiben die UN-Experten. Nötig seien dafür im nächsten Jahrzehnt zwischen 1,4 und 5,1 Billionen Dollar (eine und 3,6 Billionen Euro). Zwischen 2021 bis 2030 müssten noch einmal bis zu 7,2 Billionen Dollar für die Förderung alternativer Energien aufgewendet werden. Den Weltklimarat gibt es seit 1988. 2007 wurde das Gremium mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet, weil er den Klimawandel in das Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt hatte.