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WWF fordert Stopp von Abholzungsplänen für Regenwald auf Sumatra

Jakarta > Zum Schutz vom Aussterben bedrohter Tiger auf Sumatra hat die Umweltorganisation World Wildlife Fund (WWF) zur Bewahrung eines von Abholzung bedrohten Regenwaldes im Osten der indonesischen Insel aufgerufen. Mit Infrarot-Kameras seien zwölf Tiger in der Region gefilmt worden, so viele wie nie zuvor, teilte der WWF am Montag mit. Das Video verdeutliche die Bedeutung der Regenwälder für das Ökosystem der Region. Die Behörden haben mehreren Unternehmen Genehmigungen erteilt, um Palmölplantagen anzupflanzen und Bäume zur Papierproduktion anzubauen.

„Wir rufen alle Unternehmen, die Genehmigungen erhalten haben, auf, Projekte zur Abholzung auf Eis zu legen und stattdessen für den Schutz des bedrohten Gebietes einzutreten“, sagte Anwar Purwoto vom WWF in Indonesien.

Nach Angaben der Umweltorganisation ist die Zahl der weltweit in freier Wildbahn lebenden Tiger innerhalb eines Jahrhunderts von 100.000 auf 3200 zurückgegangen. Auf Sumatra leben demnach nur noch weniger als 400 wilde Tiger. Die indonesischen Behörden hatten vergangenes Jahr ein zweijähriges Moratorium zur Erlaubnis der Abholzung des Regenwaldes angekündigt. Dafür sollte das Land Hilfen in Höhe von einer Milliarde Dollar aus Norwegen erhalten. Der Erlass wurde aber noch nicht unterzeichnet.