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Bayerische Wirtschaft stellt CSR-Plattform vor

„Aufbrauch Bayern“ hat die bayerische Landesregierung ihr aktuelles Regierungsprogramm genannt und setzt dafür vor allem auf Bildung, Familie und Innovation. Bayern will sein Wirtschaftswachstum vom Ressourcenverbrauch entkoppeln und sich zum Vorzeigeland für das postfossile Zeitalter entwickeln. Auf dem Internetportal „Wirtschaft weiß-blau“ sollen Unternehmen und Verbände ihre Vorstellung und Umsetzung von gesellschaftlicher Verantwortung präsentieren.

München > „Aufbrauch Bayern“ hat die bayerische Landesregierung ihr aktuelles Regierungsprogramm genannt und setzt dafür vor allem auf Bildung, Familie und Innovation. Bayern will sein Wirtschaftswachstum vom Ressourcenverbrauch entkoppeln und sich zum Vorzeigeland für das postfossile Zeitalter entwickeln. „Wir wollen einen Wohlstand mit Werten“, so Horst Seehofer in seiner Regierungserklärung Anfang des Jahres, „dafür entwickeln wir eine bayerische Nachhaltigkeitsstrategie“.

„Vorsprung Bayern: Verantwortung aus Tradition“ formulierte der bayerische Wirtschaftsverband (vbw) seine Zielsetzung ganz ähnlich. Anfang Februar gab vbw-Präsident Prof. Randolf Rodenstock den Startschuss für das Internetportal „Wirtschaft weiß-blau“. Auf der sogenannten CSR-Plattform sollen Unternehmen und Verbände ihre Vorstellung und Umsetzung von gesellschaftlicher Verantwortung präsentieren. Bislang beteiligen sich 168 Unternehmen und Verbände an der Initiative. In diesem Monat soll die Plattform weiteren Interessierten im Rahmen einer Roadshow vorgestellt werden. Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer des vbw: „Wir möchten eine möglichst breite Darstellung der Maßnahmen und Projekte der Unternehmen. Dazu tragen wir Initiativen aus allen Wirtschaftsbereichen zusammen, strukturieren sie und stellen sie in einer interaktiven Landkarte dar. So dient die Plattform den Unternehmen auch als Ideenpool für künftige CSR-Projekte“ ist sich Brossardt sicher.

Was verantwortungsvolles Unternehmertum in den Augen des vbw bedeutet, wird im frei zugänglichen „CSR-Verständnis der bayerischen Wirtschaft“ formuliert. Insbesondere die Freiwilligkeit gesellschaftlichen und ökologischen Engagements wird, nicht nur dort, immer wieder betont. „Gesellschaftliches Engagement von Unternehmen muss auf dem Prinzip der Freiwilligkeit beruhen. Nur so ist es glaubwürdig und nachhaltig wirksam“, betont Brossardt. Eine Position, die sich im CSR-Verständnis durchgehend wiederfindet, gleichwohl wird die Bedeutung verantwortlichen Handelns im Sinne des Leitbildes eines „ehrbaren Kaufmanns“ klargestellt. Verantwortlich Handeln ist kein Nebengeschäft, heißt es und abschließend „Erfolg im Kerngeschäft ist der beste Weg zu gesellschaftlichem Wohlstand“.

Das Spektrum der Unternehmen und Verbände auf der Plattform reicht vom Global Player wie der BMW-Group bis hin zu familiengeführten Unternehmen und Handwerksverbänden. Hier geht’s zur Internetseite der Plattform „Wirtschaft weiß-blau“. Die Leitlinien lassen sich hier runterladen. Zur Homepage des Verbandes der bayerischen Wirtschaft vbw geht es hier. Zudem wird ein Positionspapier zur gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen zum Download angeboten.

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