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Evoniks nachhaltige Produkte für globale Herausforderungen

Der aus dem Essener RAG-Konzern hervorgegangene Spezialchemieanbieter Evonik Industries beschreibt sich als „kreativer Industriekonzern“. Seine Kreativität will das Unternehmen mit global erfolgreichen und zugleich nachhaltigen Technologien unter Beweis stellen – und stellt 21 Produkte als Antworten auf Megatrends des 21. Jahrhunderts wie Ressourceneffizienz, Gesundheit und Ernährung vor.

Essen > Der aus dem Essener RAG-Konzern hervorgegangene Spezialchemieanbieter Evonik Industries beschreibt sich als „kreativer Industriekonzern“. Seine Kreativität will das Unternehmen mit global erfolgreichen und zugleich nachhaltigen Technologien unter Beweis stellen. In einer kürzlich erschienenen Broschüre stellt Evonik 21 Produkte als Antworten auf Megatrends des 21. Jahrhunderts wie Ressourceneffizienz, Gesundheit und Ernährung vor. Einige Beispiele:

Feuchtigkeit

Ob hohe Luftfeuchtigkeit, feuchtes Novemberwetter oder Schnee und Kälte: weltweit führt Feuchtigkeit zu großen Schäden an Bauwerken. Evonik hat verschiedene Produkte entwickelt, die für extreme Witterungen jeglicher Art Schutz bieten. Chemische Verbindungen aus der Gruppe der funktionellen Silane verhindern die Aufnahme von Wasser und lassen gleichzeitig den Wasserdampf nach außen entweichen. Daraus gefertigte Produkte sind auf das jeweilige Witterungsverhältnis und auf unterschiedliche Baumaterialien abgestimmt. Das von Evonik entwickelte Produkt PROTECTOSIL schützt zudem gegen die Aufnahme von Öl und UV-Licht. Ein weiterer positiver Effekt ergibt sich bei Neubauten, die mit dem dem Bautenschutz versehen werden: Es wird weniger Beton benötigt und damit auch weniger Energie für die Herstellung. Zudem legt das Unternehmen großen Wert darauf, dass auch der Herstellungprozess nachhaltig und das Produktangebote weitestgehend frei von flüchtigen organischen Verbindungen und damit umweltverträglich ist.

Graffiti

Weltweit haben öffentliche und private Hausbesitzer mit den Schäden zu kämpfen, die durch unerwünschte Schmierereien (oder Kunstwerke) entstanden sind. Die Entfernung von Graffiti ist aufwendig und meist mit einer anschließenden Neulackierung verbunden. Deshalb hat Evonik den Anti-Graffiti-Lack TEGO Protect entwickelt. Das Produkt ermöglicht eine leichte und spurenlose Entfernung von Graffiti. Außerdem sorgt es dafür, dass dem Decklack ein Abperleffekt verliehen wird und somit die Sprühfarbe nicht haften bleibt.

Energieeffizienz

Gemeinsam mit einem neuen Gemeinschaftsunternehmen „Evonik Cristal Materials Corporation“ arbeitet Evonik an der Lichttechnik der Zukunft: Die SAVOSIL LED-Linsen sind reiner, lichtleitfähiger, hitze- und feuchtigkeitsabweisender und UV-Licht-beständiger als herkömmliche Linsen – und energieeffizienter. Die Linsen werden in Taipeh hergestellt, da Taiwan seit einigen Jahren Marktführer in der Herstellung von LEDs ist. Evonik hilft besonders bei Marketing und Vertrieb des Linsengeschäfts.

Verkehr

Mit strukturierten Fahrbahnmarkierungen will Evonik für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sorgen. Das Reaktionsharz DEGAROUTE ermöglicht Verkehrsteilnehmern besonders bei Dunkelheit oder Nässe eine bessere Orientierung. Es wird als Kaltplastik auf die Straße gebracht. Reflektierende Glasperlen können auf diesem Wege dauerhaft in die Straße eingelassen werden. So lässt sich auch bei schlechten Sichtverhältnissen die Fahrbahn erkennen. Außerdem werden Fahrer bei einem Sekundenschlaf am Steuer aufgrund der geriffelten Struktur der Fahrbahn durch einen Warnton geweckt.

Arbeitssicherheit

Die Entwicklung von Hautschutz-, Hautreinigungs- und Hautpflegeprodukten ist eine Antwort auf beruflich stark beanspruchte Haut. Dies ist besonders für Bahnarbeiter im Ural wichtig: Mit dem Produkt STOKO hat Evonik eine Creme entworfen, die vor Frost und Kälte schützt. Die Creme wird im russischen Podolsk abgefüllt und ist speziell an die Bedürfnisse des russischen Marktes angepasst. Durch einen besonderen Anti-Gefrier-Effekt lässt sich auch bei Minus-Graden Creme aus der Tube entnehmen und leicht verteilen.

Evonik arbeitet an insgesamt rund 500 Forschungsprojekten. Die Vielfalt der Ideen zeige, dass Hightech-Produkte der chemischen Industrie eine Schlüsselrolle für eine nachhaltige Entwicklung spielen, schreibt das Unternehmen.

Auch unmittelbar – sozusagen durch sich selbst – soll das Unternehmen einen nachhaltigen Beitrag leisten: Evonik gehört zu drei Vierteln der RAG-Stiftung und zu einem Viertel dem Finanzinvestor CVC und soll demnächst an die Börse gebracht werden. Aus dem Börsengang sollen dann die dauerhaften Lasten des Steinkohlebergbaus finanziert werden.

Das Unternehmen im Internet.

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