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Autokonzerne und Zulieferer schaffen tausende Arbeitsplätze

Berlin > Dank der massiven Nachfrage vor allem aus den Schwellenländern wollen die drei größten deutschen Automobilzulieferer in diesem Jahr mindestens 6300 neue Arbeitsplätze im Inland schaffen. Wie die Wirtschaftszeitung „Automobilwoche“ am Wochenende vorab aus ihrer neuen Ausgabe berichtete, will Bosch 900 Stellen schaffen, Continental und Schaeffler zusammen 3400 sowie ZF Friedrichshafen 2000 Stellen.

Auch die deutschen Autohersteller bauen dem Bericht zufolge ihre Kapazitäten innerhalb Deutschlands aus. Audi will demnach 1200 neue Experten für Elektromobilität und Leichtbau verpflichten. Daimler plane mit rund 2000 Neueinstellungen, BMW mit tausend. Mittelfristig sollen im Volkswagen-Konzern mit Audi zusammengerechnet 5000 bis 6000 Arbeitsplätze dazukommen. Bei den neuen Stellen würden die Unternehmen auch zu einem guten Teil bisherige Leiharbeiter übernehmen, berichtete die „Automobilwoche“.

Noch stärker fällt der Kapazitätsausbau dem Bericht zufolge im Ausland aus: Dort wolle zum Beispiel der Volkswagen-Konzern bis 2018 mehr als 50.000 neue Jobs anbieten. Die genannten Zulieferer würden außerhalb Deutschlands allein 2011 über 27.900 neue Mitarbeiter einstellen.

„Die deutsche Autoindustrie ist auf dem Weltmarkt hervorragend positioniert und auf Wachstumskurs“, erklärte der Präsident des Verbandes der Deutschen Automobilindustrie (VDA), Matthias Wissmann. Die weitere Entwicklung hänge aber von weiterhin stabilen Rahmenbedingungen wie einer anhaltenden Nachfrage in China ab. Mögliche Risiken wie die Entwicklung der Rohstoff- und Energiepreise dürften nicht ausgeblendet werden. Unterm Strich seien die Perspektiven aber sehr ermutigend, sagte Wissmann der „Automobilwoche“.

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