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„Handelsblatt“: Siemens bereitet Ausstieg aus der Atomkraft vor

Düsseldorf > Der Technologiekonzern Siemens bereitet einem Bericht des „Handelsblattes“ zufolge den Ausstieg aus der Atomkraft vor. „Intern ist die Grundsatzentscheidung für den Ausstieg gefallen“, zitierte die Zeitung in ihrer Montagsausgabe aus Unternehmenskreisen. Offiziell heißt es demnach bei dem Konzern, die Entscheidung über die künftige Atomstrategie werde „unter Berücksichtigung (der Atomkatastrophe) von Japan und des weltweiten Marktumfelds“ getroffen. Dabei würden auch „gesellschaftliche und politische Aspekte“ berücksichtigt, sagte ein Siemens-Sprecher dem „Handelsblatt“.

Siemens hatte sein Atomgeschäft 2001 in das Gemeinschaftsunternehmen mit dem französischen Konzern Areva, die Firma Areva NP, eingebracht. 2009 kündigte Siemens dann den Verkauf seiner Anteile an Areva NP an. Gleichzeitig aber gab der Münchner Konzern eine Zusammenarbeit mit dem russischen Rosatom-Konzern bekannt. Medienberichten zufolge ist Siemens nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima nun jedoch froh, dass die Zusammenarbeit mit Rosatom nie recht vom Fleck kam. Der Konzern will sich nun auf das Geschäft mit erneuerbaren Energien konzentrieren.

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