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Foxconn schließt nach tödlicher Explosion Werke in China

Taipeh > Der weltgrößte Elektronikhersteller Foxconn hat nach einer tödlichen Explosion in einem chinesischen Werk Ende vergangener Woche alle Standorte in China mit vergleichbarer Produktion geschlossen. Betroffen seien alle Werke, die Elektronik-Bauteile oder fertige Produkte polieren, teilte Foxconn in Taiwan mit. Derzeit untersuchten Justiz und Regierungsbehörden noch die Ursache für das Unglück. Bis ein Ergebnis feststehe, werde auch die Arbeit an den anderen Standorten ruhen.

Bei der Explosion im Werk von Jongfujin Precision Electronics im Südwesten Chinas waren am Freitag drei Menschen ums Leben gekommen, 15 weitere wurden verletzt. In der Fabrik wird der begehrte Tablet-Computer iPad 2 des US-Technologiekonzerns Apple zusammengebaut. Analysten warnen bereits, der Produktionsstopp könne zu Lieferengpässen bei dem Gerät führen.

Foxconn fertigt unter anderem im Auftrag vieler der weltgrößten Computer- und Handyproduzenten wie Apple, Sony und Nokia. Der Konzern war im vergangenen Jahr durch eine Serie von Selbstmorden in seinen chinesischen Werken in die Kritik geraten. Arbeitsrechtsorganisationen hatten für die Suizide unter den Foxconn-Beschäftigten schlechte Arbeitsbedingungen bei niedrigen Löhnen verantwortlich gemacht. Foxconn hatte in Folge der Selbstmorde die Löhne seiner Angestellten um rund 70 Prozent erhöht.

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