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Evonik: Mit Verantwortung an die Börse

In seinem CR-Bericht mit dem Titel „Erfolgreich verbunden. Mit Kooperationen mehr erreichen.“ legt Evonik Rechenschaft ab über die Nachhaltigkeitsbemühungen des letzten Jahres. Das eigentlich noch junge Unternehmen für Spezialchemie, Evonik ging 2007 aus der damaligen RAG hervor. Für 2010 stand die Systematisierung der CR-Strategie im Fokus, die in diesem Jahr weiter verfeinert wird. Ein weiterer Schwerpunkt war die Einbindung über 39.000 Mitarbeiter.

Essen > „Nachhaltiges Wirtschaften und unternehmerische Verantwortung sind heute Voraussetzung für die Zukunftsfähigkeit eines Unternehmens“, leitet Dr. Klaus Engel, Vorstandsvorsitzender von Evonik Industries, den inzwischen dritten Nachhaltigkeitsbericht ein. Evonik plant den Gang an die Börse, möglicherweise noch in diesem Jahr, da macht sich eine funktionierende CSR-Strategie gut – immerhin wird das Unternehmen als potenzieller Dax-Kandidat gehandelt. Der aktuelle CR-Bericht mit dem Titel „Erfolgreich verbunden. Mit Kooperationen mehr erreichen.“ legt nun Rechenschaft ab über die Nachhaltigkeitsbemühungen des letzten Jahres. 2010 war für den Konzern ein erfolgreiches Jahr, der Umsatz wuchs um 26 Prozent auf 13,3 Milliarden Euro, das Ergebnis wurde auf 734 Millionen Euro fast verdreifacht. Im gleichen Zeitraum wurden die spezifischen Treibhausgasemissionen um drei Prozent gegenüber dem Vorjahr reduziert.

Das eigentlich noch junge Unternehmen für Spezialchemie, Evonik ging 2007 aus der damaligen RAG hervor, ist durch bestehende Beteiligungen zudem in den Geschäftsfeldern Wohnimmobilien und Energie tätig. Das Nachhaltigkeitsverständnis geht über das eigene Handeln hinaus. Klaus Engel: „Wir wollen erfolgreich sein mit konkurrenzfähigen Produkten und Technologien, die zugleich einen Beitrag zur Nachhaltigkeit liefern“. 2010 investierte Evonik rund 338 Millionen Euro in Forschung und Entwicklung verteilt auf rund 500 verschiedene Projekte, davon allein etwa 100 mit dem Schwerpunkt Ressourceneffizienz. Hier sieht das Unternehmen seine Wachstumschancen und verknüpft diese mit seiner CR-Strategie. Christine Anders, Leiterin CR bei Evonik: „Mit ihren drei Dimensionen Geschäft, Mitarbeiter und Prozesse ist die CR-Strategie Bestandteil der Konzernstrategie, unterstützt diese und gibt ihr neue Impulse. 2010 wurden in sogenannten Wesentlichkeitsanalysen die für den Konzern wichtigen Nachhaltigkeitsthemen identifiziert“. Dabei wurden als wesentliche Herausforderungen für die Zukunft drei Megatrends ausgemacht: Gesundheit und Ernährung, Ressourceneffizienz und Globalisierung der Technologie.

Für 2010 stand die Systematisierung der CR-Strategie im Fokus, die in diesem Jahr weiter verfeinert wird. Ergebnis der Bemühungen: Der aktuelle Bericht erfüllt erstmals die Anforderungen des Anwendungslevel A+ der Global Reporting Initiative (GRI). Ein weiterer Schwerpunkt war die Einbindung der Mitarbeiter. Evonik beschäftigt über 39.000 Mitarbeiter, ist in 100 Ländern tätig und betreibt Produktionsanlagen in 28 Ländern. Knapp drei Viertel des Umsatzes wird außerhalb von Deutschland erwirtschaftet. Damit die Beschäftigten die CR-Strategie mittragen, wurde sie in die Aus- und Weiterbildung integriert und wird der interne Dialog gefördert. In diesem Jahr startete beispielsweise das Programm CRtopic, bei dem interessierte Mitarbeiter zusammen mit externen Experten und Mitgliedern des Vorstands CR-relevante Themen diskutieren.

Der Evonik CR-Bericht 2010 steht auf der Unternehmenswebsite zum Download bereit.