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Puma gibt Arbeitsbedingungen Schuld an Massenkollaps bei Zulieferer

Phnom Penh > Puma hat lange Arbeitszeiten sowie eine Reihe von Verstößen gegen Sicherheits- und Gesundheitsbestimmungen für einen Massenkollaps von Arbeitern bei einem seiner Zulieferer in Kambodscha verantwortlich gemacht. Eine unabhängige Untersuchung sei zu dem Ergebnis gekommen, dass der Zulieferer die bei Puma geltenden Arbeitsrichtlinien missachtet habe, teilte der deutsche Sportartikel-Hersteller in einer Erklärung mit, die der Nachrichtenagentur AFP am Samstag vorlag. Unter anderem hätten die Arbeiter viel zu viele Stunden arbeiten müssen.

Weitere Einzelheiten nannte Puma nicht, kündigte jedoch an, Arbeiter und ihre Vorgesetzten zur Einhaltung der Arbeitsbedingungen anzuhalten. Der Vorfall werde “sehr ernst” genommen. Mehr als hunderte Arbeiter der Fabrik Huey Chuen in Phnom Penh, die für Puma Turnschuhe herstellt, hatten am 9. und 10. April über plötzliche Übelkeit und Benommenheit geklagt.

Die Bekleidungsindustrie zählt zu Kambodschas wichtigsten Wirtschaftszweigen. Sie beschäftigt mehr als 300.000 Menschen, zumeist Frauen. Immer wieder erleiden die Arbeitskräfte Schwächeanfälle, als Ursache gelten ihr schlechter Gesundheitszustand sowie die mangelnde Belüftung der Fabriken. Anfang der Woche waren mehr als 200 Arbeiter in einer Textilfabrik in Phnom Penh plötzlich krank geworden und mussten im Krankenhaus behandelt werden.