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Firmen setzen offenbar weiter auf klimafeindliche Dienstwagen

Berlin > Trotz Bekenntnissen zu Nachhaltigkeit und Klimaschutz verzichten viele Unternehmen nach Angaben der Deutschen Umwelthilfe (DUH) auf energiesparende Dienstwagen. Nur vier von 153 untersuchte Unternehmen verfügten über eine Flotte, die beim Schadstoffausstoß weitgehend unter der EU-Zielmarke für das Jahr 2008 von 140 Gramm Kohlendioxid je Kilometer bleibe, teilte die DUH am Montag in Berlin mit. Dies seien die Unternehmen Phoenix Solar, Pfeiffer Vacuum, die Deutsche Bahn und Puma. Bei weiteren neun Konzernen machte die Organisation „ein erkennbares, aber noch nicht ausreichendes Klimaengagement“ aus. Deren Dienst- und Vorstandswagen erreichten demnach im Schnitt einen CO2-Ausstoß, der maximal zehn Prozent über dem EU-Zielwert lag.

Knapp die Hälfte der befragten Unternehmen machten laut DUH überhaupt keine Angaben zu ihren Dienstfahrzeugen. Darunter befänden sich auch solche Konzerne, die sich in der Organisation „Econsense“, dem „Forum Nachhaltige Entwicklung der Deutschen Wirtschaft“ zusammengetan hätten. Ziel dieses Zusammenschlusses ist es, eine nachhaltige Entwicklung und Standards zur gesellschaftlichen Verantwortung der Konzerne voranzubringen. 27 von 30 befragten Econsense-Betrieben hätten die Auskunft zu ihren Fahrzeugen verweigert, darunter etwa die Autobauer Volkswagen, BMW und Daimler, die Lufthansa oder der Energieversorger Eon. „Sie stehen nun unter dem Verdacht des Greenwashings und – in der Konsequenz – unter verschärfter Beobachtung“, erklärte die Umwelthilfe.

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