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Südkoreanische Hundefleisch-Produzenten müssen Festival absagen

Seoul > Wegen massenhafter Proteste von Tierschützern haben südkoreanische Hundefleisch-Produzenten eine geplante Delikatessenmesse abgesagt. Die Organisatoren der als Festival geplanten Veranstaltung am Freitag würden „ihren Plan wegen der unablässigen Beschwerdeanrufe nicht weiter verfolgen“, sagte am Dienstag Professor Ann Yong-Geun, ein Berater der Produzenten von der Chung-Cheong-Hochschule in der Stadt Cheongju südöstlich von Seoul. „Kaum jemand will uns noch einen Ort für die Veranstaltung zur Verfügung stellen“, beklagte er gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

Das Festival sollte in Form eines traditionellen Markts unter freiem Himmel in der Stadt Seongnam südlich der Hauptstadt stattfinden und unter anderem für gegrilltes Hundefleisch, Würstchen und gedünstete Pfoten werben. Zudem sollten Kosmetik- und Alkoholprodukte mit Hundezutaten vorgestellt werden. Nach Anns Angaben gibt es in Südkorea rund 600 Hundefarmen, auf denen die Tiere entgegen allgemeiner Vorurteile unter hygienischen Bedingungen gezüchtet und verarbeitet würden. Dem Druck der Tierschützer, die vor allem im Internet gegen die Messe Sturm liefen, konnten die Produzenten jedoch nicht standhalten. Die Tierschützer forderten, das Töten und Essen von Hunden nicht öffentlich zu zelebrieren.

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