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Lebenswerk: Deutscher Gründerpreis für Martin Viessmann

Dass Ökologie, Ökonomie und soziale Verantwortung im Einklang stehen können, beweist die familiengeführte Viessmann-Gruppe bereits seit Jahrzehnten. Dem Unternehmer und promovierten Wirtschaftswissenschaftler Martin Viessmann wurde dafür in Berlin der Deutsche Gründerpreis in der Kategorie Lebenswerk verliehen. Viessmann bezeichnet sein Stammwerk im nordhessischen Allendorf gerne als „Fabrik des 21. Jahrhunderts“.

Berlin > Dass Ökologie, Ökonomie und soziale Verantwortung im Einklang stehen können, beweist die familiengeführte Viessmann-Gruppe bereits seit Jahrzehnten. Dem Unternehmer und promovierten Wirtschaftswissenschaftler Martin Viessmann wurde dafür am 28. Juni in Berlin der Deutsche Gründerpreis in der Kategorie Lebenswerk verliehen. In der Begründung der Jury heißt es u.a.: „Durch seine konsequente Fokussierung auf organisches Wachstum hat er eine starke Unternehmenskultur aufgebaut, in der sich die Mitarbeiter mit allen Entscheidungen identifizieren. Viessmann schuf eine Unternehmenskultur, die auf den Grundsätzen der Nachhaltigkeit basiert“.

Der 1917 als Schlosserei im bayerischen Hof gegründete Betrieb wurde in der dritten Generation unter Leitung von Martin Viessmann zu einem global agierenden Unternehmen. Heute gehört Viessmann als einziges Familienunternehmen mit 9.400 Beschäftigten zu den drei europaweit führenden Herstellern von Heiztechniksystemen. Mehr als die Hälfte des Umsatzes von 1,7 Milliarden Euro in 2010 wird inzwischen im Ausland erzielt.

Viessmann bezeichnet sein Stammwerk im nordhessischen Allendorf gerne als „Fabrik des 21. Jahrhunderts“. Unter den Gesichtspunkten Arbeits-, Material- und Energieeffizienz wurde bei laufendem Betrieb eine völlig neue Produktionsstätte konzipiert. „Wir verbrauchen jetzt 40 Prozent weniger fossile Energie, haben die CO2-Emissionen um ein Drittel vermindert und die Arbeits- sowie Materialeffizienz deutlich erhöht“, so Martin Viessmann zu den erreichten Resultaten. „So sichern wir nicht nur den Standort, sondern treten vor allem auch den Beweis an, dass es mit marktverfügbaren Technologien schon heute möglich ist, die für 2020 formulierten energiepolitischen Ziele der Bundesregierung zu erreichen“. ‚Effizienz Plus’ wird dieses Nachhaltigkeitsprojekt genannt. „Wir möchten mit ‚Effizienz Plus’ andere Unternehmen motivieren, unseren Weg ebenfalls zu gehen“, so Viessmann. Dazu bietet die firmeneigene Akademie Seminare und Schulungen an und informiert Heizungsfachleute und Kunden über die Möglichkeiten neuer Technologien zur Energiegewinnung und Energieeinsparung.

Energieeffizienz ist für Martin Viessmann das entscheidende Kriterium zur Erreichung der Klimaziele. „Die Potenziale der erneuerbaren Energieträger reichen auch langfristig nicht aus, den Bedarf in heutiger Größenordnung abzudecken. Zunächst müssen annähernd 40 Prozent des heutigen Energieverbrauchs durch Effizienzsteigerungen eingespart werden. Erst dann ist eine Vollversorgung mit erneuerbaren Energien möglich“, so Martin Viessmann auf der diesjährigen Bilanz-Pressekonferenz. „So gesehen ist die Effizienz unsere wichtigste Ressource“.

Der Deutsche Gründerpreis wird jährlich in den Kategorien Schüler, Start-up, Aufsteiger und Lebenswerk verliehen. Ausgelobt wird der Preis von den Partnern stern, Sparkassen, ZDF und Porsche. Weitere Informationen auf der Internetseite.