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Mit Aussetzung des Zivildienstes wird freiwilliges Engagement wichtiger denn je

Nach 50 Jahren ist der Zivildienst seit dem 1. Juli in Deutschland ausgesetzt. Der Wegfall von etwa 90.000 Zivildienstleistenden pro Jahr wirkt sich nach Meinung der Bundesbürger auf den Stellenwert von freiwilligem Engagement aus. Sechs von zehn Befragten glauben, dass der freiwillige Einsatz für die Gesellschaft künftig wichtiger wird. Um einen Bewusstseinswandel in Deutschland zu fördern, hat das Bündnis für Gemeinnützigkeit den Deutschen Engagementpreis ins Leben gerufen.

Aktuelle Umfrage verdeutlicht hohen Stellenwert des freiwilligen Engagements. Bundesbürger fordern bessere rechtliche Rahmenbedingungen und mehr Anerkennung.
• Deutscher Engagementpreis zeichnet vorbildliche Projekte und engagierte Einzelpersonen aus. Nominierungen sind noch bis zum 31. Juli möglich.

Berlin > Nach 50 Jahren ist der Zivildienst seit dem 1. Juli in Deutschland ausgesetzt. Der Wegfall von etwa 90.000 Zivildienstleistenden pro Jahr wirkt sich nach Meinung der Bundesbürger auch auf den Stellenwert von freiwilligem Engagement aus. Etwa sechs von zehn Befragten glauben, dass der freiwillige Einsatz für die Gesellschaft künftig wichtiger wird. Weitere 28 Prozent sind der Meinung, dass Engagement genauso wichtig bleibt wie bisher. Nur 12 Prozent gehen von einem Bedeutungsrückgang aus. Dies ist das Ergebnis einer Forsa-Umfrage unter 1.000 Bürgerinnen und Bürgern, im Auftrag des Bündnisses für Gemeinnützigkeit – dem Zusammenschluss der großen Dachverbände und unabhängigen Organisationen des Dritten Sektors sowie Experten und Wissenschaftlern.

Freiwilliges Engagement braucht Unterstützung
Etwa vier von fünf Befragten sprechen sich für bessere rechtliche Rahmenbedingungen wie einen Versicherungsschutz für Engagierte aus. Drei von vier Bürgern halten eine bessere Angebotsvermittlung von Engagementmöglichkeiten für wichtig. Und 60 Prozent sind der Meinung, dass freiwilliges Engagement mehr Anerkennung in der Gesellschaft benötigt. Das fordert auch Prof. Dr. Hans Fleisch, Generalsekretär des Bundesverbands Deutscher Stiftungen und Mitinitiator des Bündnisses für Gemeinnützigkeit. „Wir brauchen einen Bewusstseinswandel in Deutschland, der zu mehr freiwilligem Engagement führt“, so Fleisch. „Deshalb hat das Bündnis für Gemeinnützigkeit im Jahr 2009 den Deutschen Engagementpreis ins Leben gerufen. Damit wollen wir engagierten Menschen bundesweit mehr Anerkennung ausdrücken und gleichzeitig zum Einsatz für das Gemeinwohl in Deutschland motivieren.“

Vorschläge einreichen und Engagierte auszeichnen
Noch bis zum 31. Juli 2011 sind Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, im Internet unter www.deutscher-engagementpreis.de Vorschläge einzureichen. Nominiert werden können Personen, Organisationen, Institutionen und Unternehmen, die sich vorbildlich für die Gesellschaft einsetzen. Mit ihrem Vorschlag können sich Nominierende bei ihren „persönlichen Helden“ für deren Engagement bedanken.
Eine unabhängige Jury vergibt die Auszeichnung in den Kategorien Einzelpersonen, Politik & Verwaltung, Wirtschaft, Gemeinnütziger Dritter Sektor und der diesjährigen Schwerpunktkategorie Engagement von Älteren. Ab Anfang Oktober ist die Öffentlichkeit aufgerufen, per Online-Voting über den mit 10.000 Euro dotierten Publikumspreis abzustimmen. Die Preisverleihung findet am 2. Dezember in Berlin statt.

Der Deutsche Engagementpreis wird getragen vom Bündnis für Gemeinnützigkeit. Förderer sind das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und der Generali Zukunftsfonds.

Pressekontakt
Cathrin Heinrich / Nina Leseberg
Projektbüro Deutscher Engagementpreis
c/o Bundesverband Deutscher Stiftungen
Mauerstraße 93
10117 Berlin
Telefon: 030-897947-61
Fax: 030-897947-71
E-Mail: cathrin.heinrich@stiftungen.org / nina.leseberg@stiftungen.org