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CSR-Benchmark 2011: Die besten Unternehmenswebsites

Bereits zum dritten Mal untersuchte das Kölner Beratungsunternehmen Net Federation den CSR-Bereich der Unternehmenswebsites von 110 Unternehmen des DAX, MDAX und TexDAX analysiert. Gut ein Drittel der Unternehmen verfügt über einen eigenständigen CSR-Bereich im Internet, bei gut einem Viertel der Unternehmen stellten die Berater deutliche Schwachstellen in der digitalen CSR-Kommunikation fest.

Köln > „Tu Gutes und schweige darüber…“ überschreibt das Kölner Beratungsunternehmen Net Federation (Net Fed) die Ergebnisse des diesjährigen „CSR-Benchmarks 2011“. Bereits zum dritten Mal untersuchte Net Fed im Rahmen des jährlich erscheinenden „Corporate Benchmark“ auch den CSR-Bereich der Unternehmenswebsites börsennotierter Konzerne. Zwischen Dezember 2010 und März 2011 wurden 110 Unternehmen des DAX, MDAX und TexDAX analysiert. „CSR-Benchmark“ untersucht die CSR-Kommunikation innerhalb der Unternehmenswebsites und dokumentiert den digitalen Umgang mit den zentralen Themen der Unternehmensverantwortung.

Wichtigste Ergebnisse: Gut ein Drittel der Unternehmen verfügt über einen eigenständigen CSR-Bereich im Internet, bei gut einem Viertel der Unternehmen stellten die Berater deutliche Schwachstellen in der digitalen CSR-Kommunikation fest. So bieten 26 der 110 untersuchten Unternehmen ausschließlich die Informationen des Nachhaltigkeitsberichts an. Auffällig ist der Unterschied zwischen den DAX-Konzernen und den Firmen des MDAX und TechDAX. Während die DAX-Unternehmen meist sehr umfangreich über ihre soziale, ökologische und ökonomische Verantwortung informieren, versteckt sich das Thema ansonsten unter allgemeinen Menüpunkten und wird auch nicht weiter vertieft. Mit 778 von 1000 möglichen Punkten führt Henkel das Ranking an, gefolgt von BASF mit nur einem Punkt Abstand. Auf den weiteren Plätzen folgen BMW, E.ON, Bayer und Siemens.

Neben der Internetpräsenz untersuchte Net Fed auch die Dialogbereitschaft der Unternehmen sowie die Social Media Aktivitäten. In Form sogenannter Mystery Mails erhielten die Unternehmen konkrete Anfragen zu speziellen CSR-Themen. Lediglich 21 der 110 befragten Unternehmen reagierten auf die Mail-Anfragen und in nur drei Mails wurden auch tatsächlich die gestellten Fragen beantwortet. Ähnlich verhält es sich im Web 2.0, nur vier Unternehmen verweisen auf eigenständige Aktivitäten in sozialen Netzwerken.

Insgesamt zeigt das diesjährige CSR-Benchmark einen leichten Anstieg der CSR-Kommunikation im Netz. Im Verhältnis zu anderen Unternehmensbereichen wie beispielsweise Human Resources oder Investor Relations zeigt sich noch ein erhebliches Aufholpotenzial der CSR-Kommunikation. Dafür verantwortlich ist, für die Kölner Berater, in vielen Fällen die unternehmensinterne Bedeutung der CSR-Aktivitäten und nicht so sehr das spezifische Kommunikationsverhalten. Weitere Informationen bietet die Net Fed Website, sowie die eigene Projektsite.