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Pilotprogramm von Bayer und Deutschem Fußball-Bund: DFB-Vize besucht „Einfach Fußball“

Rheda-Wiedenbrück (csr-service) – Hermann Korfmacher, Vizepräsident des Deutschen Fußball-Bundes e.V. (DFB), hat das „Einfach Fußball“-Training von Rot-Weiß St.Vit in Rheda-Wiedenbrück besucht. Dort überreichte er den teilnehmenden Mädchen und Jungen die zur Initiative gehörenden Trikotsets.

In ihrem – wissenschaftlich begleiteten – Pilotprogramm „Einfach Fußball“ initiieren und unterstützen die Bayer AG und die Sepp Herberger-Stiftung des DFB Partnerschaften von Förderschulen mit Fußballvereinen. „Ziel der Initiative ist, dass wir mehr Kindern mit Behinderung einen niedrigschwelligen Zugang in den ganz normalen Fußballverein vor Ort anbieten und damit eine Eingliederung in die Gesellschaft unterstützen wollen“, erläuterte Korfmacher bei seinem Besuch.

Im Rahmen von „Einfach Fußball“ trainieren seit April 2011 auch Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Förderschulen des Kreises Gütersloh in einer eigenen Mannschaft beim Sportverein RW St.Vit. Jeden Freitag nehmen rund 15 Mädchen und Jungen mit geistiger Behinderung der Michaelis-, Werkstufen- und Wiesen-Schule an einer von Vereinstrainer Christian Wenzel geleiteten Übungseinheit teil. Für Wenzel, der neben seiner Vorstandstätigkeit auch die C-Jugendlichen im Club betreut, ist das Training mit seiner neuen, etwas anderen Mannschaft eine besondere Erfahrung. „Ich war vor der ersten Einheit gespannt, wie sich das Training mit den Förderschülern umsetzen lässt. Schon nach wenigen Momenten ist mir die hohe Begeisterungsfähigkeit in der Gruppe aufgefallen. Und die ist auch so geblieben. Ich habe hier, genauso wie meine Co-Trainer, jeden Freitag großen Spaß und freue mich, dass wir den Kindern, von denen die meisten sicher kaum im normalen Fußballverein spielen würden, dies nun ermöglichen.“

Neben dem Trainer machen bei „Einfach Fußball“ einige im Verein spielende Jugendliche als Assistenten bei den Übungseinheiten mit. Denn ein Anliegen der Zusammenarbeit von Verein und Schule ist die Förderung der Sozialkompetenz aller Teilnehmer – sowohl mit als auch ohne Behinderung.

„Die Schüler nehmen sehr wohl wahr, dass hier Fußball in einem richtigen Verein gespielt wird. Dass sie beim Training mit Mädchen und Jungen anderer Förderschulen zusammenkommen, Kontakt zu Vereinsspielern haben und auch, wie schon mehrfach geschehen, zu Vereinsfeiern eingeladen werden, ist eine optimale Konstellation. So läuft es doch bei allen Kindern, die im Verein mit Gleichgesinnten zusammenkommen. Ich glaube, dass einige meiner Schüler durch die Teilnahme am Vereinsleben bereits an Selbstvertrauen und Eigenständigkeit gewonnen haben“, freut sich Roman Knitter, Leiter der Michaelis-Schule.

In mittlerweile elf Vereinen – unter anderem beim Bundesligaclub Bayer 04 Leverkusen – wird das Pilotprogramm in Kooperation mit ortsansässigen Förderschulen angeboten, rund 150 Mädchen und Jungen spielen Woche für Woche „Einfach Fußball“. Um Erfahrungen über die Zusammenarbeit von Schule und Verein zu gewinnen wird das Pilotprogramm vom Team des Forschungsinstituts für Inklusion durch Bewegung und Sport e.V. (FIBS) begleitet. „Zwei Ebenen sind wissenschaftlich von großem Interesse: Verändern sich Dinge wie Selbstkonzept und soziale Kompetenz bei den teilnehmenden Jugendlichen – und wie entwickelt sich die soziale Kompetenz und das Wissen über Behinderung bei den „Vereins-Assistenten“? Die andere Ebene bezieht sich auf strukturelle Fragen zum Gelingen derartiger Angebote unter den unterschiedlichen Rahmenbedingungen“, so FIBS-Geschäftsführer Dr. Volker Anneken. Das An-Institut der Sporthochschule Köln wird sich mit allen bis Herbst 2011 gebildeten Partnerschaften befassen, um das von Bayer und dem DFB angebotene Programm auf seine nachhaltige Umsetzbarkeit zu prüfen.

Am Ende der wissenschaftlichen Projektbegleitung könnte ein Leitfaden für die Zusammenarbeit zwischen Verein und Schule sowie ein Curriculum für die DFB-Trainerausbildung entwickelt werden.

Um einen optimalen Trainingsbetrieb zu unterstützen, stellen Bayer und der DFB den Kooperationspartnern ein Trainingsmaterialpaket sowie den teilnehmenden Mädchen und Jungen ein Trikotset zur Verfügung. Die Schirmherrschaft für „Einfach Fußball“ hat Hanno Balitsch, aktuell Bundesligaspieler bei Bayer 04 Leverkusen und ehemaliger Kapitän der U21-Nationalmannschaft, übernommen.

Gemeinschaftsinitiative für soziales Engagement von DFB und Bayer AG

Der Deutsche Fußball-Bund und die Bayer AG engagieren sich gemeinsam für kranke und behinderte Kinder. Im Fokus der Zusammenarbeit stehen Projekte für die deutsche Kinderhospizbewegung sowie mit „Einfach Fußball“ ein Programm zur Förderung des Fußballsports für Schülerinnen und Schüler mit Behinderung.

Mehr Informationen zu dem Thema gibt es unter www.sport.bayer.de und in der Facebook-Gruppe von „Einfach Fußball“ (www.facebook.com).

Foto: DFB-Vizepräsident Hermann Korfmacher (10 v.r.), Theo Mettenborg (Bürgermeister Rheda Wiedenbrück, 5.v.r.) und Uli Quaas (Bayer AG, 2 v.r.) freuen sich mit den „Einfach Fußball“-Spielerinnen und -Spielern von Rot-Weiss St.Vit über neue Trikots